100 000-Mark-Spende privat behalten
Umstrittener Abgeordneter verlässt CSU

Nach dem Skandal um eine offenbar illegale 100 000-Mark-Spende ist der oberbayerische CSU-Landtagsabgeordnete Klaus Gröber aus der Partei ausgetreten. CSU-Fraktionschef Alois Glück begrüßte den Schritt.

WiWo/ap MÜNCHEN. Damit sei Gröber einem Parteiausschluss-Verfahren zuvor gekommen, sagte er am Donnerstag. Gröber soll die 100 000 DM von einem vermögenden Unternehmer aus seiner Heimatgemeinde Berg am Starnberger See als Parteispende bekommen und jahrelang privat behalten haben.

Erst als er erfuhr, dass der Immobilien-Kaufmann eine Spendenliste führt, gab er das Geld an seinen Ortsverein weiter. Nach Intervention von CSU-Generalsekretär Thomas Goppel überwies der Ortsverein das Geld aber umgehend zurück.

Glück sagte, nun sei für alle klar, "dass es sich um eine Privatangelegenheit von Dr. Gröber handelt und nicht um ein Problem der CSU". Gröber erklärte bei einer Versammlung seines Ortsverbandes am Mittwochabend, dass er trotz seines Parteiaustritts Abgeordneter bleiben wolle. Er steht im Verdacht, sich in den vergangenen Jahren für den Erhalt mehrerer illegal errichteter Bauten des Spenders eingesetzt zu haben.

Die Staatsanwaltschaft München prüft, ob sie ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts der Untreue oder Unterschlagung zum Schaden der CSU einleitet. Bevor sie aber Gröber oder Zeugen vernimmt oder andere Schritte einleitet, müsste sie wegen der Immunität des Abgeordneten die Zustimmung des Landtags einholen.

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