11 Prozent Umsatzplus im ersten Quartal 2001
Boehringer Ingelheim setzt auf den Standort Deutschland

Der Ingelheimer Pharmahersteller Boehringer Ingelheim setzt trotz schwindender Inlandsgeschäfte auf den Standort Deutschland. Zwar erzielen die Rheinland-Pfälzer mittlerweile 90 Prozent ihres Umsatzes jenseits der deutschen Grenzen. Bei den Investitionen steht Deutschland aber weiterhin an erster Stelle, versicherte der Sprecher der Unternehmensleitung, Prof. Rolf Krebs, am Mittwoch.

dpa INGELHEIM. Im ersten Quartal 2001 hat Boehringer den Konzernumsatz um 11 Prozent ausweiten können. Auch für das Gesamtjahr wird ein Wachstum in zweitstelliger Höhe erwartet. 2000 stiegen die Erlöse um 22 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro (12,1 Mrd. DM). Nach Steuern seien 379 Millionen Euro erwirtschaftet worden, 18 Prozent mehr als vor Jahresfrist. 90 Prozent des Umsatzes erziele Boehringer mittlerweile im Ausland, während in Deutschland der Umsatz - 2000 rund 600 Millionen Euro - stagniere.

Große Hoffnungen setze das Unternehmen auf die Markteinführung von "Spiriva", einem Medikament zur Behandlung chronischer Atemwegserkrankungen. In diesem Monat habe man mit der amerikanischen Firma Pfizer ein weltweites Kooperationsabkommen zur Vermarktung von "Spiriva" abgeschlossen. Mit der Markteinführung in Europa werde für Mitte 2002 gerechnet. In Amerika solle das Produkt 2003 auf den Markt kommen.

In die Forschung investierte Boehringer 2000 insgesamt 970 Millionen Euro. Konzernweit waren im vergangenen Jahr 27 300 Menschen beschäftigt, 3 Prozent mehr als 1999. Die Zahl der Arbeitnehmer in Deutschland stieg um 2 Prozent auf 8300. Große Investitionen seien die neue biopharmazeutische Fertigung in Biberach mit einem Gesamtvolumen von 255 Millionen Euro sowie ein Pharmawirkstoffbetrieb in Ingelheim mit rund 180 Millionen Euro. Insgesamt habe Boehringer im Geschäftsjahr 2000 fast 500 Millionen Euro investiert.

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