11 Prozent weniger Buchungen
Thomas Cook spürt Reiseflaute deutlich

Die Reiseflaute im Gefolge der schwachen Konjunktur und der Anschläge vom September hat bei dem Touristikunternehmen Thomas Cook AG im ersten Geschäftshalbjahr tiefe Spuren hinterlassen und zu einer Ausweitung des Verlusts geführt.

rtr OBERURSEL.Der Halbjahresumsatz sei unter Ausschluß der Thomas Cook UK um mehr als neun Prozent auf 1,7 Mrd. ? zurückgegangen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Die AG habe einen Verlust vor Steuern und Aubschreibungen (EBTA) von 340,3 (Vorjahreszeitraum: 169,7) Mill. ? verbucht, der damit etwas höher ausgefallen sei als erwartet.

Die Gästezahlen seien im Geschäftshalbjahr ohne die britische Sparte um 14,3 % auf 2,5 Mill. Gäste geschrumpft. Inklusive Thomas Cook UK hätten die Gästezahlen aber um 16,4 % auf 3,4 Mill. zugenommen. Die Buchungen lagen den Angaben zufolge Ende Juni konzernweit um mehr als elf Prozent unter dem Stand des Vorjahres, was zwar eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorquartal bedeute, dennoch zur weiteren Stimmungseintrübung beitrage.

Als Grund für die schwache Entwicklung nannte der Reiseveranstalter die allgemein schwache Konjunktur in mehreren wichtigen Absatzmärkten und die Auswirkungen der Anschläge vom 11. September 2001. Einen neuen Dämpfer habe Thomas Coik mit dem Attentat auf der tunesischen Halbinsel Djerba erlitten, bei dem im April 21 Menschen getötet worden waren, darunter 14 Deutsche, das Buchungsaufkommen belastet.

Zu den Aussichten hieß es, für das Gesamtjahr sei eine gesicherte Prognose wegen der unsicheren Marktlage derzeit unmöglich. Thomas Cook müsse aber damit rechnen, dass sowohl die Umsatz- als auch die Ergebniszahlen des Vorjahres nicht mehr erreicht werden könnten.

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