114 000 Bauarbeiter ohne Arbeit
Bauindustrie fordert mehr Infrastrukturausgaben im Osten

ddp BERLIN. Angesichts der Rekordarbeitslosigkeit in der ostdeutschen Bauindustrie fordert die Branche mehr staatliche Ausgaben für Infrastrukturprojekte. "Wenn die Politik nicht handelt, dann bahnt sich auf dem ostdeutschen Bauarbeitsmarkt eine Katastrophe an", sagte der Hauptgeschäftsführer der deutschen Bauindustrie, Michael Knipper, heute in Berlin. So schnell wie möglich müsse ein Maßnahmenpaket zur Erneuerung und zum Ausbau von Verkehrswegen, Versorgungs- und Entsorgungsnetzen auf den Weg gebracht werden. Damit könnte den ostdeutschen Bauunternehmen und ihren Beschäftigten eine neue Perspektive gegeben werden. Es sei "immer noch sinnvoller, Steuergelder für volkswirtschaftlich rentable Infrastrukturprojekte auszugeben, als lediglich Arbeitslosigkeit zu finanzieren".

Knipper zufolge waren zur Hauptbauzeit im August 2000 in den neuen Bundesländern 114 000 Bauarbeiter ohne Arbeit. Das waren 20 % mehr als im Vorjahr. Damit komme inzwischen auf zwei gewerbliche Beschäftigte ein Arbeitsloser. Weitere Bauarbeiter seien von Arbeitslosigkeit bedroht. Insgesamt seien in den ersten sechs Monaten dieses Jahres in Ostdeutschland 35.000 Arbeitsplätze abgebaut worden. Die Zahl der Beschäftigten sei im 1. Halbjahr erstmals seit 1992 unter 300 000 gesunken. Schuld daran ist laut Knipper die enttäuschende Auftragsentwicklung im ersten Halbjahr, in dem das Auftragsvolumen nominal um 12,8 % hinter dem Vorjahr zurückgeblieben sei.

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