120 Staaten einigen sich auf eine Konvention gegen organisiertes Verbrechen
Erfolgreiche Einigung auf UN-Sicherheitskonferenz

ap PALERMO. Mehr als 120 Staaten haben bis zum Abschluss der UN-Konferenz in Palermo am Freitag die Konvention gegen organisierte Kriminalität unterzeichnet. Ziel des Vertrages ist es, die Arbeit der Ermittler und die Auslieferung von Verdächtigen durch einheitliche Gesetze zu erleichtern. Internationale Unternehmen sollen zur Verantwortung gezogen werden, wenn sie sich an Geldwäsche beteiligen. Die Unterzeichnerstaaten verpflichten sich unter anderem, Ermittlern bei der Strafverfolgung Zugang zu Bankdaten zu gewähren.

Der Leiter des UN-Büros für Drogenkontrolle und Verbrechensprävention, Pino Arlacchi, sagte zum Abschluss der Konferenz am Freitag, die Ergebnisse würden die Erwartungen übertreffen: "Im Kampf gegen die Mafia haben wir eine gemeinsame Sprache und die gleichen rechtlichen Mittel auf der Welt geschaffen." Geringen Zuspruch der 148 Teilnehmerstaaten der Konferenz gab es dagegen zu zwei Zusatzprotokollen der Vereinbarung. Nur 80 Staaten unterzeichneten die Vereinbarung gegen Kinderarbeit und Menschenhandel, 79 stimmten dem Zusatzprotokoll zur Bekämpfung von Schleuserbanden zu.

Mindestens 40 Staaten müssen die Konvention ratifizieren, damit sie in Kraft tritt. Arlacchi appellierte am Freitag an die Parlamente der Unterzeichnerstaaten, dies rasch zu tun.

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