120 000 US-Soldaten in Europa
Die Stützpunkte der USA

Nach den beispiellosen Terrorattacken vom 11. September hat US-Präsident George W. Bush einen langen "Kreuzzug" gegen den Terrorismus angekündigt.

afp WASHINGTON. Nach Angaben des Pentagon sind zur Zeit rund 265 000 US-Soldaten außerhalb ihres Heimatlandes stationiert. Davon gehören 104 000 dem Heer ab, 71 000 der Marine, 62 500 der Luftwaffe und 27 500 der Elite-Kampftruppe Marines.

Insgesamt 120 000 US-Soldaten sind den Angaben zufolge in Europa stationiert, mit Abstand die meisten davon - fast 71 000 - in Deutschland. Wichtige Stützpunkte mit über 11 000 Soldaten haben die USA auch in Grossbritannien. Zwei strategisch bedeutende Stützpunkte der US-Luftwaffe befinden sich in Italien. Von Aviano in Norditalien aus waren die Nato-Flugzeuge während des Kosovo-Konflikts 1999 zu ihren Angriffen auf Serbien gestartet. In Sigonella auf Sizilien befindet sich einer der größten US-Luftwaffenstützpunkte im Mittelmeerraum. Diese Basis war ebenfalls während der Nato-Militäraktion gegen Serbien genutzt worden. Im Golfkrieg Anfang 1991 diente sie als Ausgangspunkt für Luftangriffe und Logistik-Zentrum für die US-Navy.

In der Türkei verfügt die US-Luftwaffe über den Stützpunkt Incirlik bei Adana im Süden des Landes. Von dort starten US-Maschinen regelmäßig zu Kontrollflügen über Irak. Rund 2000 US-Soldaten sind in der Türkei stationiert. In der Golfregion sind insgesamt rund 35  000 US-Soldaten im Einsatz, ein Großteil davon auf den Kriegsschiffen der 5. Flotte. In Kuweit und Saudi-Arabien besitzen die USA außerdem Luftwaffenstützpunkte mit mehreren hundert Kampfflugzeugen. In diesen beiden Ländern sind fast 10 000 amerikanische Soldaten des Heers und der Luftwaffe stationiert.

Auch in Asien haben die USA ein Netz von Stützpunkten aufgebaut. Allein in Japan sind dem Pentagon zufolge 40 891 US-Soldaten stationiert, davon etwa die Hälfte auf der Tropeninsel Okinawa. Die Truppen auf Okinawa wurden nach den Anschlägen in New York und Washington in höchste Bereitschaft versetzt. In Südkorea schließlich sind 36 000 US-Soldaten stationiert. Die meisten davon - rund 27 500 - gehören dem Heer an.

Auf den Philippinen gibt es zwei ehemalige amerikanische Stützpunkte nördlich der Hauptstadt Manila, die während des Kalten Krieges eine Bastion der USA-Streitkräfte waren. Sie wurden 1990 nach dem Fall des Eisernen Vorhangs geschlossen. Unterdessen hat sich die philippinische Regierung bereiterklärt, diese Stützpunkte wieder zu öffnen.

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