125 DM für den Verwaltungsaufwand
Regulierer verlangt Gebühren für Sondernummern-Vergabe

Reuters BONN. Die Bonner Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) wird Anfang Dezember die Gebühren für zum Teil vor mehr als vier Jahren zugeteilte Service-Rufnummern verlangen. Die Behörde teilte am Dienstag mit, nachdem nun die dafür notwendige Gebührenordnung erlassen und technische Probleme beseitigt seien, würden für rund 270 000 Service-Rufnummern mit den Vorwahlen 0800, 0700 und 0180 die Verwaltungsgebühren von insgesamt 30,259 Mill. DM eingefordert. Die rund 80 000 Gebührenbescheide sollten Anfang Dezember verschickt werden.

Die Regulierungsbehörde verwaltet seit dem Fall des Telefon-Monopols der Deutsche Telekom alle Telefon-Rufnummern in Deutschland. Die so genannten Service-Rufnummern werden auf Antrag vergeben. Pro beantragter Rufnummer darf die Behörde nach eigenen Angaben laut Gebührenverordnung 125 DM für den Verwaltungsaufwand berechnen. Bei den rund 30 700 abgelehnten Anträge kann die Gebühr um bis zu 75 % auf bis zu 31,25 DM pro Rufnummer reduziert werden. Die 0180-Nummern werden beispielsweise für Ansagedienste oder Call-Center verwendet, wobei die Dienstleistung über erhöhte Telefongebühren bezahlt wird. 0800-Nummern sind für den Anrufer kostenlos, da der Angerufene die Telefonkosten übernimmt. Bei 0700-Nummern handelt es sich um persönliche Rufnummern, die auf Lebenszeit an den Antragsteller vergeben werden.

Die Basis für die bevorstehenden Gebührenbescheide sei die im Sommer 1999 vom Bundeswirtschaftsministerium erlassene Gebührenverordnung, die rückwirkend zum 1. August 1996 in Kraft gesetzt wurde, hieß es. Auf die Rückwirkung für alle seitdem vergebenen Service-Rufnummern hat die Behörde nach eigenen Angaben bei jeder Rufnummernzuweisung oder-ablehnung hingewiesen. Man habe den Antragstellern den noch ausstehenden Gebührenbescheid angekündigt, hieß es. Für Rückfragen hat die Regulierungsbehörde eine Hotline unter der Rufnummer 01803-686637 eingerichtet.

Nach Angaben der Behörde wurden seit 1996 rund 12 000 Antragstellern 64 400 Rufnummern mit der Vorwahl 0180 zugeteilt. 31 000 Antragstellern seien 56 000 0700-Nummern zugeteilt worden, und 30 000 Antragsteller hätten 150 000 Rufnummern mit der Vorwahl 0800 erhalten. Abgelehnt wurden den Angaben zufolge 4700 Anträge auf 0180-Nummern, 7000 Anträge für 0700-Nummern und 19 000 Anträge für 0800-Nummern. Abgelehnt worden seien die Anträge beispielsweise, weil die beantragten Nummern bereits vergeben waren.

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