13 Gefangennahmen
Israelischer Vorstoß nach Kalkilja

Die israelische Armee ist am Freitagmorgen mit Panzern in die Palästinenser-Stadt Kalkilja und drei Nachbardörfer vorgestoßen, um nach eigenen Angaben mutmaßliche Terroristen zu fassen.

Reuters KALKILJA. 15 Kampfpanzer und gepanzerte Fahrzeuge beteiligten sich an der Razzia, in deren Verlauf die Soldaten die Stadt und die Ortschaften Haus für Haus durchsuchten. Für die Bewohner herrschte eine Ausgangssperre.

Die Armee teilte mit, es seien in Kalkilja, Beita, Silt a-Dhar und Dschabaa 13 Palästinenser gefangen genommen worden, die "terroristischer Betätigung gegen israelische Bürger" verdächtigt würden. Der Vorstoß war der zweite seit der Räumung Kalkiljas am 9. April. Die Razzia werde fortgesetzt, bis der Auftrag erfüllt sei, teilte die Armee mit.

Die Besatzungsmacht Israel versucht seit dem 29. März, mit einer umfassenden Offensive im Westjordanland den Aufstand der Palästinenser zu beenden. Es geht insbesondere darum, Selbstmordangriffe auf Zivilisten in Israel zu verhindern, die das Bild des Aufstandes geprägt haben. Er hat seit Ende September 2000 fast 1800 Menschen das Leben gekostet. Auf internationalen Druck hat Israel die meisten der Palästinenser- Gebiete geräumt, in die seit Ostern Soldaten einmarschiert waren.

Allerdings belagern israelische Soldaten nach wie vor den Amtssitz des Palästinenser-Präsidenten Jassir Arafat in Ramallah und eine Kirche in Bethlehem, wo angeblich Extremisten Zuflucht gesucht haben. Inzwischen sind israelisch-palästinensische Verhandlungen über die Räumung der Kirche angelaufen. Sie steht dort, wo nach der Überlieferung Jesus Christus geboren wurde. Die Verhandlungen blieben bislang aber ebenso erfolglos wie die internationalen Bemühungen, die Belagerung der Arafat-Amtssitzes zu beenden.

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