130 NHL-Profis bei Olympia: Eishockey: Schaulaufen der Dream Teams

130 NHL-Profis bei Olympia
Eishockey: Schaulaufen der Dream Teams

Sogar der größte Eishockeyspieler aller Zeiten gerät ins Schwärmen. "In Salt Lake City sehen wir wahrscheinlich das best besetzte Olympia-Turnier aller Zeiten", sagt Kanadas Eishockey- Legende Wayne Gretzky. Rund 130 Spieler aus der nordamerikanischen Profiliga NHL machen den Kampf um die Medaillen zum Schaulaufen der Dream-Teams.

dpa MÜNCHEN. Die sechs Top-Nationen bieten für die Endrunde alles auf, was in der besten Liga der Welt Rang und Namen hat. Dagegen steht die deutsche Nationalmannschaft bei der Starparade im Abseits. Mit Marco Sturm von den San Jose Sharks ist beim Vorrunden-Start am 9. Februar gegen die Slowakei nur ein deutscher NHL-Legionär dabei.

"The Great One" Gretzky, der bei seinem Olympia-Abschied 1998 in Nagano ohne Edelmetall blieb, will als Sportdirektor die "Ahornblätter" ins Finale am 24. Februar im E-Center in Salt Lake City und zur ersten Goldmedaille nach 50 Jahren führen. Das Traum-Duo mit Olympia-Debütant "Super-Mario" Lemieux und Eric Lindros sind die großen Hoffnungsträger des 21-maligen Weltmeisters Kanada. Aber die Konkurrenz hält dagegen. Tschechien, das in Nagano mit einem Finalsieg gegen Russland Gold gewann, schickt mit Stürmerstar Jaromir Jagr und Weltklasse-Torwart Dominik Hasek zwei Hochkaräter aufs Eis. Die Tschechen, zuletzt drei Mal in Folge Weltmeister, bauen wie die USA, Finnland, Schweden und Russland fast ausschließlich auf die Profis aus Nordamerika. Bei Rekord-Weltmeister Russland, der auf den verletzten NHL-Torschützenkönig Pawel Bure verzichten muss, feiert der 41-jährige Igor Larionow ein überraschendes Comeback. Der Stürmer der Detroit Red Wings bildete in den 80er Jahren mit Sergej Makarow und Wladimir Krutow die legendäre Angriffsreihe des Armeeclubs ZSKA Moskau. Mit 38 Jahren schreibt der Finne Raimo Helminen Geschichte: Der Stürmer aus Tampere bestreitet als erster Eishockeyspieler sein sechstes Olympia-Turnier. Wegen Olympia ruht vom 15. bis 24. Februar der Spielbetrieb in der NHL. Die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) unterbricht vom 28. Januar bis 21. Februar die Vorrunde. Nach dem traditionellen Spiel gegen die DEL-All-Stars am 2. Februar in München stimmt sich die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) vor Ort mit Testspielen gegen die Ukraine (4. Februar) und Frankreich (6. Februar) auf die Vorrunde ein, in der neben der Slowakei noch Österreich (10. Februar) und Lettland (12. Februar) die Gegner sind. "Wir sind in unserer Gruppe totaler Außenseiter. Alles andere als Platz zwei oder drei wäre eine große Überraschung", formuliert Sportdirektor Franz Reindl die Erwartungen, "aber diese Rolle liegt unserem Trainer und der Mannschaft gut. Vielleicht schaffen wir das Unglaubliche." Auf den Olympia-Einsatz von Jochen Hecht (Edmonton Oilers) hat der DEB ganz verzichtet. Marco Sturm erhält für das Duell mit Österreich keine Freigabe, und Torhüter Olaf Kölzig von den Washington Capitals könnte erst im letzten Gruppenspiel antreten. Die Frauen spielen zum zweiten Mal nach 1998 um olympische Medaillen. Die deutsche Mannschaft, bei der letzten WM Fünfter, trifft in der Vorrunde auf Olympiasieger USA, Finnland und China. Alles andere als die Wiederholung des Finales von Nagano zwischen den USA und Kanada wäre eine Überraschung.

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