133. Galopp-Derby in Hamburg
Schütz will dritten Derby-Sieg

Champion-Trainer Andreas Schütz hat vor dem 133. deutschen Galopp-Derby gut lachen. Beide erklärte Favoriten für das nationale Top-Ereignis der Turf-Saison kommen aus dem Schütz-Quartier.

dpa HAMBURG. Champion-Trainer Andreas Schütz hat vor dem 133. deutschen Galopp-Derby gut lachen. Der Kölner trainiert mit Next Desert und Salve Regina die beiden erklärten Favoriten für das nationale Top-Ereignis der Turf-Saison. Auch nach dem Gesetz der Serie müsste der Sieger des Rennens am Sonntag (16.45 Uhr) auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn aus dem Schütz-Quartier kommen. 1998 hat der Coach mit Robertico gewonnen, vor zwei Jahren mit Samum und nun steht Schütz vor dem dritten Treffer im Rennen aller Rennen, das mit beachtlichen 636 000 Euro Preisgeld und Prämien ausgestattet ist.

Bei beiden bisherigen Schütz-Derbysiegen saß Stalljockey Andrasch Starke im Sattel. Starke versucht sich diesmal mit Next Desert, der bis dato nur einmal verloren hat. Gegen ein deutsches Pferd musste sich Next Desert noch nie geschlagen geben. Zudem hat er mit dem Kölner Union-Rennen den wichtigsten Derbytest für sich entschieden. Neben den favorisierten Next Desert und Salve Regina sattelt Schütz mit Tomori und Epalo zwei weitere Teilnehmer des über 2400 m führenden Rennens. Das Horner Geläuf ist aber durch die anhaltenden Regenfälle an den ersten Renntagen schon arg strapaziert worden. Überraschungen sind angesichts der Bedingungen nicht ausgeschlossen. Das sieht auch Schütz so: "Es deutet in der Tat einiges darauf hin."

Salve Regina, die kleine Schwester des 2000er Derbysiegers Samum, ist als einziger Starter des Rennens noch ungeschlagen: Drei Starts hat sie zu drei überzeugenden Siegen genutzt. Richard Hills, schon im deutschen Stuten-Derby im Sattel, ist ihr Reiter.

Mit ebenfalls vier Startern hat Peter Schiergen, dessen Stall in Köln gleich neben dem von Schütz angesiedelt ist, alle Hände voll zu tun. Die Pferde von Schiergen, der das Derby als Jockey nie gewann, als Trainer im letzten Jahr aber mit Boreal triumphierte, zählen im 20er-Feld aber zu den Außenseitern. Ammonias, Irulan, Nicaragua und Mendosino starten für Schiergen, der die Championats-Rangliste der deutschen Galoppertrainer derzeit mit deutlichem Vorsprung anführt.

Das Zünglein an der Waage könnte der einzige ausländische Starter sein. Der Hengst Mamool, geritten von Starjockey Frankie Dettori. Vor elf Jahren hatte der in England reitende Italiener das Deutsche Derby mit Temporal gewonnen. Inzwischen hat Dettori zahlreiche Siege in Top-Rennen rund um den Globus errungen und gilt als erfolgreichster Jockey des letzten Jahrzehnts. Insgesamt sechs der 20 Jockeys kommen für den Derbyritt am Sonntag aus dem Ausland.

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