14. Etappe
Sprinter wittern Chance

Es ist die Ruhephase für die Kletterspezialisten, denn die 14.Etappe zwischen Carcassonne und Nimes entlang der Mittelmeerküste ist völlig flach und hat keine Bergwertungen. Probleme könnte es lediglich durch die Wetterbedingungen geben, die bei dieser Tour schon für manche Überraschung gesorgt haben. 192,5 km mit Mistralwinde aus dem Golf von Lyon, Regen oder Sonne, die Teams sind inzwischen auf alles eingestellt und werden ihre Sprinter noch einmal auf den Weg schicken.

HB CASTELSARRASIN. Zum vorerst letzten Mal haben die Favoriten am Sonntag Zeit zum Luftholen. Zwischen Pyrenäen und Alpen wittern die Sprinter wieder Morgenluft. Gemächlich wird es dennoch nicht zugehen: Einen Tag vor dem Ruhetag werden die Ausreißer für Tempoverschärfung sorgen. Einer von ihnen dürfte Jens Voigt sein: Der CSC-Profi, der 2001 das Gelbe Trikot trug, liebäugelt noch immer mit seinem ersten diesjährigen Etappensieg. "Das ist meine letzte Chance. Ich bin zwar schon angeknockt, werde es aber noch einmal versuchen."

Start- und Zielort gehörten zuletzt jeweils 1986 zum Tour-Programm. Im durch mittelalterliche Bauwerke geprägten Carcassonne war die Tour seit 1947 bislang fünfmal zu Gast. Der 46. 000 Einwohner zählende Verwaltungssitz des Departement Aude ist seit dem sechsten Jahrhundert auch Bischofssitz.

Die doppelten Ringmauern und 52 Türme der ehemaligen Burg prägen das Stadtbild ebenso wie die frühmittelalterliche Basilika St. Nazaire sowie die gotische Kirche St. Vincent und die Kathedrale St. Michel. Heute lebt die Stadt am Atlantik und Mittelmeer verbindenden Canal du Midi vornehmlich vom Landmaschinenbau und Weinhandel.

Nimes hat bereits 14 Mal seit 1905 die Tour beherbergt. Die Hauptstadt des Department Gard wurde schon 121 vor Christus römisch. Zahlreiche Denkmäler, Tempel und das Amphitheater sind Zeugen dieser Vergangenheit. Das einst keltische Nemausus war im 16./17. Jahrhundert eine der Hauptfestungen der Hugenotten und ist heute katholischer Bischofssitz. Ein reichhaltiges Kultur-Programm mit vielen Varianten zeitgenössischer Kunst machen für Touristen die 140.000-Einwohnerstadt nordwestlich des Rhone-Deltas in der Petite Camargue attraktiv.

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