15 bis 20 Prozent der Arbeitsplätze sollen abgebaut werden
Broadvision weist Verlust aus

Der US-Softwarehersteller Broadvision hat im zweiten Quartal einen Verlust von 19 Cents je Aktie ausgewiesen und einen weiteren Stellenabbau angekündigt. Der Umsatz mit Software habe sich mehr als halbiert, teilte die sowohl an der US-Technologiebörse Nasdaq als auch am Frankfurter Neuen Markt notierte Gesellschaft am Mittwochabend nach US-Börsenschluss mit. Der Umsatz sei auf 57,4 Mill. $ von 95,3 Mill. $ im Vorjahr gefallen.

Reuters REDWOOD CITY. Der Umsatz im Bereich Software-Lizenzen habe sich auf 21 Mill. $ von 56,8 Mill. $ verringert. Das Unternehmen werde wegen der weiter andauernden Zurückhaltung bei IT-Investitionen weitere Maßnahmen zur Kostenreduzierung ergreifen, hieß es weiter. So sollen zusätzlich 15 bis 20 % der Arbeitsplätze abgebaut werden, teilte Broadvision mit. Davon seien rund 225 bis 300 der insgesamt 1500 Mitarbeiter betroffen. Seit Ende März hat Broadvision seine Belegschaft um rund 32 % gekappt. Diese und andere Kostenreduzierungsmaßnahmen würden im Laufe des dritten Quartals abgeschlossen.

Broadvision hatte Anfang Juli wegen der Verschiebung von Aufträgen einiger Großkunden eine Gewinnwarnung ausgesprochen und mit einem Verlust je Aktie von 17 bis 20 Cents gerechnet. Der am Mittwoch bekannt gegebene Verlust je Aktie von 19 Cents lag somit innerhalb der Erwartungen des Unternehmens und traf die Prognosen der Analysten. Binnen Jahresfrist hatte das Software-Unternehmen noch einen Gewinn je Aktie von vier Cents erwirtschaftet.

Der Nettoverlust ohne Berücksichtigung unter anderem der Abschreibungen auf den Firmenwert und Umstrukturierungskosten belaufe sich auf 53,1 Mill. $ nach einem Gewinn von 10,6 Mill. $ im zweiten Quartal des Vorjahres, gab Broadvision weiter bekannt. Die bereits angekündigten Restrukturierungskosten und Abfindungszahlungen beliefen sich im zweiten Quartal auf 123 Mill. $. Für das dritte Quartal würden weitere Belastungen aus den Restrukturierungsmaßnahmen erwartet, die aber wesentlich unter denen des am 30. Juni abgelaufenen Quartal liegen würden.

Für das dritte und vierte Quartal erwartet der Finanzvorstand, Randal Bolten, einen zum zweiten Quartal wenig veränderten Umsatz. Er werde zwischen 50 und 60 Mill. $ betragen, sagte er. Der Umsatz für das dritte Quartal werde am Ende der prognostizierten Spanne liegen, der für das vierte Quartal am oberen Ende.

An der US-Technologiebörse Nasdaq hatten die Broadvision-Aktien den regulären Handel mit einem Minus von mehr als vier Prozent bei 3,09 $ beendet. Im nachbörslichen Handel auf der elektronischen Handelsplattform Instinet fielen die Papiere um weitere sechs Cents. Am Frankfurter Neuen Markt hatten die Papiere im Vorfeld des Quartalsergebnisses Abschläge verbucht. Die Titel verloren mehr als 11 % auf 3,40 Euro. Bei ihrem Jahreshoch am 17. Januar hatten sich noch 20 Euro gekostet. An der Nasdaq hatte das Jahreshoch bei 42,44 $ gelegen.

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