15 Luftpiraten erhielten Visa in Saudi-Arabien
El Kaida plant offenbar Anschläge noch vor dem Ramadan

Das mutmaßliche Terrornetzwerk El Kaida von Osama bin Laden plant offenbar noch vor Beginn des moslemischen Fastenmonats Ramadan am 17. November einen neuen Terroranschlag in den USA. Afghanische und saudiarabische Islamisten hätten telefonisch Vorbereitungen für ein Attentat getroffen, teilten Vertreter der Opposition am Mittwoch in Saudi-Arabien mit.

afp DUBAI/WASHINGTON. US-Justizminister John Ashcroft hatte am Montag von "glaubhaften Informationen" über entsprechende Pläne gesprochen und die Öffentlichkeit vor drohenden Anschlägen noch im Laufe der Woche gewarnt. Woher sie die Informationen hatten, wollten weder Ashcroft noch die saudiarabischen Oppositionsvertreter sagen. Auch Angaben zu Art und Ziel der möglichen Anschläge machten sie nicht.

15 der 19 an den Terroranschlägen von New York und Washington beteiligten Luftpiraten erhielten ihre Visa für die USA einem Zeitungsbericht zufolge in Saudi-Arabien. In dem Golfstaat würden die Einreisegenehmigungen ohne ein persönliches Gespräch mit einem US-Diplomaten ausgestellt, berichtete die «Washington Post» unter Berufung auf US-Beamte. Deshalb würden im Durchschnitt nur drei Prozent aller Anträge abgelehnt, gegenüber 25 Prozent weltweit. Die Behörden in Dubai betonen, dass die mutmaßlichen Terroristen ihre Visa mit gefälschten Papieren erhalten hätten. Der mutmaßliche Anführer der Luftpiraten, Mohammed Atta, erhielt mit einem Gefolgsmann zusammen sein Visum in Berlin. US-Präsident George W. Bush kündigte am Montag verschärfte Einreisebestimmungen an.

Kommentar: Worte an die Terroristen

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