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15 000 freiwillige Helfer für WM 2006 gesucht

Knapp 600 Tage vor Beginn der Fußball-WM 2006 in Deutschland werden rund 15 000 freiwillige Helfer für das Spektakel gesucht. Die „Volunteers“ sollen an den zwölf deutschen WM-Spielorten präsent sein und Gästen aus aller Welt mit Rat und Tat zur Seite stehen.

dpa MÜNCHEN. Knapp 600 Tage vor Beginn der Fußball-WM 2006 in Deutschland werden rund 15 000 freiwillige Helfer für das Spektakel gesucht. Die "Volunteers" sollen an den zwölf deutschen WM-Spielorten präsent sein und Gästen aus aller Welt mit Rat und Tat zur Seite stehen.

"Das Erscheinungsbild der Bundesrepublik Deutschland lässt sich durch die Arbeit der freiwilligen Helfer entscheidend beeinflussen", warb Franz Beckenbauer, Präsident des WM-Organisationskomitees, beim Start des Programms in München.

An Flughäfen und Bahnhöfen, bei der Betreuung der Nationalteams, im Marketing, bei Transport und Verkehr und auch in Pressezentren sollen die freiwilligen Helfer zum Einsatz kommen - mindestens 1 000 in jeder WM-Stadt. "Es werden sehr, sehr viele ausländische Gäste kommen. Es geht darum, sie freundlich und herzlich zu begrüßen", beschrieb Beckenbauer die Hauptaufgabe der freiwilligen Helfer. "Der Volunteer muss die typisch deutschen Eigenschaften haben: Freundlich und nett."

"Von jetzt an kann sich jeder registrieren lassen", gab OK-Vizepräsident Wolfgang Niersbach den Startschuss. Auf der Internet- Seite des WM-Organisationskomitees "www.fifaworldcup.com" fänden Interessenten einen Bewerbungsbogen. Das Mindestalter betrage 18 Jahre zum Stichtag 1. Juni 2006, ein Höchstalter gibt es nicht. In der ersten Phase würden auch "Volunteers" für den "Confederations Cup" im Juni 2005 gesucht. Die Bewerber sollten über gute Deutsch-Kenntnisse verfügen und mindestens eine Fremdsprache beherrschen.

Das Organisationskomitee rechnet mit einem Riesen-Ansturm von Interessenten. "Es wird in jedem Fall eine sechsstellige Zahl werden" sagte Niersbach. "Ich hoffe, dass wir auch die richtige Auswahl treffen", betonte Beckenbauer. "Fröhliche Leute, nette Leute, auskunftsfreudige Leute." Wie wichtig die Arbeit der Helfer sei, habe er wiederholt bei Fußball-Großereignissen erlebt, sagte Beckenbauer. "Vor zwei Jahren in Japan und Südkorea waren sie an Höflichkeit nicht zu überbieten", erinnerte er sich. "Aber sie waren halt oft nur ihrer einheimischen Sprache mächtig." Und bei der EM in Belgien und den Niederlanden habe einmal ein Busfahrer das Stadion nicht gefunden. "Das sind natürlich Dinge, die uns nicht passieren dürfen."

Als Lohn für ihre Arbeit sollen die unentgeltlich tätigen "Volunteers" eine Urkunde erhalten. Zudem könnten die freiwilligen Helfer das Großereignis hautnah miterleben - wenn auch nicht immer live im Stadion: "Das werden wir nicht in allen Fällen erfüllen können", räumte Niersbach ein. Doch die WM 2006 finde eben überall statt: "Auch am Flughafen, am Bahnhof und am Parkplatz kann man eine wichtige Aufgabe übernehmen."

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