15 400 Staatsdiener wurden 1999 vorzeitig in den Ruhestand geschickt.
Grüne und FDP kritisieren Frühpensionierungen bei Beamten

Ab 2001 müssen Beamte, die vor dem 63. Lebensjahr in Rente gehen, mit deutlichen Abschlägen rechnen.

dpa HAMBURG. Der sprunghafte Anstieg von Frühpensionierungen bei Beamten, Richtern und Soldaten hat nach Angaben der "Bild"- Zeitung eine heftige politische Diskussion ausgelöst. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden allein im vergangenen Jahr 15 400 Staatsdiener auf Grund ärztlicher Atteste vorzeitig in den Ruhestand geschickt. Das seien 40 % mehr als 1998.

Diese Praxis stoße bei FDP und Grünen auf scharfe Kritik. Der "Bild"-Zeitung (Donnerstagausgabe) sagte der innenpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Cem Özdemir: "Es kann nicht sein, dass eine Hälfte der Bevölkerung sich frühzeitig auf die faule Haut legt. Wenn die Gründe nicht schlüssig sind, müssen wir die Leute notfalls zurück zum Dienst holen!"

Hermann Otto Solms (FDP), Vize-Bundestagspräsident sagte der Zeitung: "Die Frühpensionierung muss dringend zurückgefahren werden! Sie belastet Bund, Länder, Gemeinden und die Rentenkasse!" Ab 2001 müssen Beamte, die sich vor dem 63. Lebensjahr frühpensionieren lassen, mit deutlichen Abschlägen bei der Pension rechnen.



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