16-Jähriger Schüler legt Geständnis ab - Festnahme eines weiteren Kinderschänders
Sexueller Missbrauch von Vierjähriger in Herford aufgeklärt

Der junge Mann aus Herford war am Samstagabend beim Besuch einer Diskothek aufgrund eines Phantombildes von Türstehern erkannt worden, die daraufhin die Polizei alarmierten.

afp HERFORD/HAMBURG. Der 16-Jährige legte nach seiner Festnahme vor der Sonderkommission zunächst ein Teilgeständnis ab. Vor dem Haftrichter gab er dann zu, das Kind in der Nacht zum Mittwoch vorübergehend aus einer Klinik entführt und missbraucht zu haben. Gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen. Der 16-Jährige befindet sich nun in der Justizvollzugsanstalt Herford. Unterdessen stellte sich ein 33-Jähriger, der am 23. Oktober in Hamburg ein zehnjähriges Mädchen in seiner Wohnung sexuell missbraucht haben soll.

Der Herforder Schüler, der nach eigenen Angaben kurz vor der Tat sechs Dosen Bier getrunken hatte, war gegen 23.00 Uhr über einen Balkon in das Zimmer eingedrungen, in dem das erkrankte Mädchen und dessen Mutter sowie eine weitere Mutter mit ihrem Kind schliefen. Unbemerkt nahm er die Vierjährige mit, brachte sie mit dem Fahrrad auf eine Rasenfläche des Klinikgeländes und missbrauchte sie dort. Nach etwa 50 Minuten brachte er das Kind in das Krankenzimmer zurück. Als die Mutter daraufhin wach wurde, schilderte das Mädchen ihr, was geschehen war. Eine Untersuchung des Kindes durch Ärzte des Krankenhauses bestätigte den Missbrauch. Die Vierjährige erlitt leichte Verletzungen. Das Kind und seine Mutter, die die Klinik mittlerweile wieder verlassen haben, sind in psychologischer Betreuung.

Nach Angaben eines Polizeisprechers war der 16-Jährige kurz vor der Tat von einem Zeugen gesehen worden. Mit diesen Angaben wurde ein Phantombild erstellt. Insgesamt seien weit über 170 Hinweise aus der Bevölkerung ergangen, von denen vier in die richtige Richtung gewiesen hätten.

Es handelte sich um den zweiten spektakulären Fall von sexueller Gewalt an Kindern innerhalb von zwei Wochen, nachdem am 19. Oktober in einer Münchner Grundschule eine Siebenjährige missbraucht worden war. Das Mädchen war auf der Toilette vergewaltigt und gewürgt worden und erlitt dabei schwerste Verletzungen.

Wie die Polizei in Hamburg am Sonntag mitteilte, war der 33-Jährige, der am 23. Oktober in der Hansestadt ein zehnjähriges Mädchen sexuell missbraucht haben soll, seit dem Tattag flüchtig. Zielfahnder fanden heraus, dass der Gesuchte über Frankfurt am Main nach Bangkok geflogen war. Daraufhin wurde die internationale Fahndung eingeleitet. Den Fahndern gelang es, in Thailand Kontakt mit dem Gesuchten aufzunehmen und ihn zur Rückkehr nach Deutschland zu bewegen. Beamte des Landeskriminalamtes Hamburg holten in am Sonntagmorgen auf dem Flughafen Frankfurt ab und brachten ihn nach Hamburg.

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