16 Verletzte
Palästinensische Polizisten von Israelis getötet

Bei einem israelischen Vorstoß im nördlichen Gazastreifen sind in der Nacht zu Donnerstag drei palästinensische Polizisten getötet worden. Nach übereinstimmenden Berichten hatten die Polizisten das Feuer auf mehrere israelische Soldaten eröffnet, die in der Ortschaft Bet Chanun Extremisten festnehmen wollten.

HB/dpa GAZA. Die Soldaten wurden auch aus den Häusern der gesuchten Palästinenser beschossen. Daraufhin erhielten sie Unterstützung von Hubschraubern, die zwei Raketen auf eine Polizeiwache abfeuerten, aus der geschossen wurde. Bei dem Feuergefecht wurden 16 weitere Palästinenser verletzt. Nach palästinensischen Angaben drangen die Truppen auch mit zehn Panzern in die Ortschaft vor.

Nach Krankenhausangaben behinderten die israelischen Soldaten palästinensische Rettungskräfte, die die Toten und Verletzten bergen wollten. Die Krankenwagen seien mehrmals selbst unter Feuer gekommen. Ein israelischer Militärsprecher sagte, während der Aktion seien drei Extremisten festgenommen worden. Nach palästinensischen Angaben wurde bei der Aktion auch ein Haus zerstört. Von Bet Chanun aus wurden in der Vergangenheit mehrfach Kassem-Kurzstreckenraketen auf israelische Ortschaften gefeuert. Seit Beginn des Kriegs im Irak vor einer Woche war es jedoch nicht mehr zu solchen Angriffen gekommen.

In Ramallah traf unterdessen Palästinenserpräsident Jassir Arafat mit dem UN-Nahostgesandten Terje Larsen zusammen. Inhalt des Gesprächs war der Friedensplan des so genannten Nahost-Quartetts (USA, Russland, EU und UN), der unter anderem die Errichtung eines unabhängigen Palästinenserstaates bis 2005 vorsieht. Larsen sagte nach dem Gespräch, er hoffe, der Plan werde "so schnell wie möglich" veröffentlicht.

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