1600 Jobs gestrichen
Reisekonzern Airtours sieht vorerst kein Wachstum

Der größte britische Reiseveranstalter Airtours sieht nach einer operativen Gewinnsteigerung im abgelaufenen Geschäftsjahr angesichts der Branchenflaute vorerst kein weiteres Wachstum für sich.

Reuters LONDON. Im Ende September abgeschlossenen Geschäftsjahr 2000/2001 sei das Konzernbetriebsergebnis vor Sonderposten, E-Commerce-Anteilen und Firmenwerten um 57 % auf 147,4 Mill. Pfund (rund 462 Mill. DM) gestiegen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Analysten hatten mit einem operativen Gewinn von 140 bis 145 Mill. Pfund gerechnet.

Der Vorsteuergewinn sackte den Angaben zufolge nach dem Verkauf der Beteiligung an der Kreuzfahrt-Gesellschaft Costa Crociere und der Übernahme des angeschlagenen deutschen Reiseveranstalters FTI jedoch um 62 % auf 81,3 Mill. Pfund ab. Die Buchungseingänge für die Wintersaison 2001/2002 sind nach Worten von Airtours-Chef David Crossland um acht Prozent rückläufig, die Umsätze sogar um 15 %. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Airtours nur mit Umsätzen auf Vorjahresniveau. Eine Rückkehr auf den Wachstumspfad sei erst 2003 zu erwarten, hieß es. Seit den Anschlägen in den USA seien 1600 Arbeitsplätze gestrichen worden, gab Airtours weiter bekannt. Der Konzern habe weltweit noch 27 000 Beschäftigte.

Zum Unternehmen, das seinen Firmennamen in MyTravel Group ändern will, gehören unter anderem die Reisebürokette Going Places und die gleichnamige Fluggesellschaft Airtours.

Die Airtours-Aktien gewannen an der Londoner Börse am Dienstag in einem schwächeren Gesamtmarkt bis zum Mittag rund 1,3 % auf 240 Pence.

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