17 Mrd $ Schulden
Daewoo Motor hat Montagebänder wieder angefahren

Die in finanzielle Schwierigkeiten geratene Daewoo hat am Montag ihre Montagebänder wieder angefahren. Am Dienstag vergangener Woche hatten rund 270 Subunternehmer des koreanischen Automobilbauers wegen noch offener Rechnungen ihre Zulieferungen ausgesetzt.

vwd SEOUL. Am Samstag hatte man sich dann auf eine Wiederaufnahme verständigt, nachdem der Hauptgläubiger des Unternehmens, die Korea Development Bank, einen zweckgebundenen Kredit in Aussicht gestellt hatte.

Nach monatelangen Verhandlungen hatte General Motors (GM) im September eine vorläufige unverbindliche Vereinbarung zur Übernahme der Kontrolle von Daewoo Motor unterzeichnet. Darüber hinaus hatte GM angekündigt, nach Prüfung der wirtschaftlichen und finanziellen Situation der seit ihrem Konkurs im November vergangenen Jahres unter Zwangsverwaltung stehenden Deawoo Motor, noch in diesem Jahr ein verbindliches Übernahmeabkommen unterzeichnen zu wollen.

Nach bislang noch unbestätigten koreanischen Berichten ist ein Abschluss der Verhandlungen über die nach Schätzungen mit rund 17 Mrd $ verschuldete Daewoo Motor in diesem Jahr jedoch eher unwahrscheinlich. Allerdings bezweifeln Analysten nicht die grundsätzliche Bereitschaft von GM zur Übernahme des koreanischen Automobilbauers. Vielmehr gehen Beobachter davon aus, dass der US-Konzern weiter das Ziel verfolgt, sich über ein Engagement bei Daewoo Motor Zugang zum abgeschotteten koreanischen Automobilmarkt zu verschaffen und somit gleichzeitig über ein Sprungbrett auf den chinesischen Schlüsselmarkt zu verfügen.

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