17 Stunden Flug
Lindbergh-Enkel schafft Transatlantik-Flug

Der Enkelsohn des legendären Piloten Charles Lindbergh ist nach seinem Transatlantik-Flug auf der historischen Route seines Großvaters in Paris angekommen. Erik Lindbergh landete seine einmotorige Propellermaschine nach einem gut 17-stündigen Flug am Donnerstag um 11.24 Uhr auf dem Pariser Flughafen Le Bourget.

dpa PARIS. 75 Jahre nach dem berühmten Soloflug der "Spirit of St. Louis" flog der 37-jährige Enkel auf derselben Route seines Großvaters von New York nach Paris, der damals aber noch 33 Stunden und 28 Minuten benötigt hatte. Erik Lindbergh war mit seinem ultramodernen Propellerflugzeug "New Spirit of St. Louis" vom Typ Lancair Columbia 300 am Mittwoch um 18.17 MESZ nahe der Ortschaft Farmingdale auf Long Island bei New York gestartet. Wie der seinerzeit 25-jährige Charles Lindbergh wollte der Enkel die Strecke nonstop nach Le Bourget fliegen und damit "in erster Linie an die Leistung meines Großvaters erinnern". Sein Flugzeug ist kleiner und auch wesentlich schneller als das des Charles Lindbergh bei dessen Atlantik-Überquerung am 21. Mai 1927.

Der Enkel des berühmten Fliegers will den Aufenthalt in Paris nutzen, um am Freitag in Disneyland vor den Toren der Hauptstadt auf der Weltraum-Achterbahn zu fahren. Denn es gehört zu seinen Träumen, erster Pilot eines künftigen Weltraumtourismus zu werden. Lindbergh nimmt gegenwärtig an einem in den USA ausgeschriebenen und mit zehn Millionen Dollar dotierten Wettbewerb um die beste Konstruktion eines Raumfahrzeuges teil, das 3 Touristen bis zu 100 Kilometer hoch in den Weltraum bringen kann. Der Enkel sucht so nach seinem eigenen Rekord.

"Ich habe jahrelang davon geträumt, meine Wurzeln zu erforschen und allein über den Atlantik zu fliegen", hatte Lindberg vor seinem Start Journalisten gesagt. Er hatte seine Flugreise im kalifornischen San Diego begonnen, wo das Flugzeug seines Großvaters hergestellt worden war. Mitte April war er dann über St. Louis (Missouri) nach Farmingdale geflogen. Der Berufspilot und Künstler aus Seattle wollte mit dem Flug nicht nur an den Rekord seines Großvaters erinnern. Er feiert damit auch seinen eigenen Triumph über eine heimtückische Krankheit. Mit Hilfe neuartiger Medikamente und eines künstlichen Kniegelenks hatte er eine schwere Arthrose weitgehend eingedämmt.

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