18,75 Millionen Euro Ablöse - Profi verzichtet auf Gehalt
Makaay-Transfer endgültig besiegelt

Es wurde verhandelt, gefeilscht und gepokert: Nach wochenlangen Diskussionen haben sich der FC Bayern München und Deportivo La Coruna auf einen Transfer von Roy Makaay zum deutschen Fußball-Meister geeinigt.

HB/dpa MÜNCHEN. In einer mehrstündigen Telefonkonferenz mit der Führung des spanischen Erstligisten räumten Bayern-Manager Uli Hoeneß und Finanz-Vorstand Karl Hopfner - sowie der aus dem Urlaub auf der Nordseeinsel Sylt zugeschaltete Karl-Heinz Rummenigge - am Freitag die letzten Hindernisse für den Wechsel des niederländischen Stürmers aus dem Weg und verständigten sich auf eine Ablösesumme von 18,75 Mill. ?. Den entscheidenden Beitrag leistete aber Makaay selbst. Da sich die Vereine offensichtlich nicht über die Ablösesumme einigen konnten, verzichtet der 28-Jährige in den kommenden vier Jahren auf rund eine Million Euro Gehalt.

Den FC Bayern kostet der mit Abstand teuerste Transfer der Vereinsgeschichte also 17,75 Mill. ?. "Ich bin froh und erleichtert, dass wir den Transfer hinbekommen haben und Makaay nun bei uns ist. Jetzt kann er endlich das tun, wofür wir ihn haben wollen, nämlich Tore schießen", sagte Hoeneß. Unmittelbar nach der Einigung mit den Galiciern über den nach dem Dortmunder Marcio Amoroso (25 Mill. ?) zweitteuersten Bundesligatransfer unterschrieb Makaay auch seinen bis zum Sommer 2007 datierten Vierjahresvertrag.

Der FC Bayern setzte damit einen Schlusspunkt unter die den ganzen Sommer dauernde Transfer-Story. Schon am Montagabend war der Wechsel als perfekt gemeldet worden, doch dann entzündete sich ein Streit um die Frage, wer weitere knapp eine Million Euro Ausbildungsentschädigung an Makaays Ex-Clubs NIC Nijmegen, Vitesse Arnheim und CD Teneriffa bezahlen solle. Letztlich übernehmen Makaay und seine Berater, die auch auf Teile ihres Honorars verzichten, diesen Betrag.

Am Montag soll Makaay auf der Transferliste erscheinen und einen Tag später im Testspiel gegen den 1. FC Nürnberg sein Debüt im Bayern-Dress geben. Erstmals in einem Punktspiel wird der spanische Torschützenkönig am kommenden Samstag (16. August) im Heimspiel des FC Bayern gegen den VfL Bochum auflaufen. Noch am Freitagmorgen hatte der FC Bayern nicht an eine schnelle Einigung geglaubt. Frühestens nach dem Wochenende sei mit einer Entscheidung zu rechnen, hieß es auf der Geschäftsstelle.

Makaay war nicht mit seinen neuen Kollegen zum Punktspiel bei Hannover 96 am morgigen Samstag (15.30 Uhr) geflogen. Stattdessen absolvierte der 23fache niederländische Nationalspieler gemeinsam mit Konditionstrainer Oliver Schmidtlein zwei Übungseinheiten, um seinen Trainingsrückstand aufzuholen. Schon am Donnerstag hatte Makaay, beobachtet von mehr als 2000 Fans und scheinbar unbeeindruckt vom wochenlangen Hick-Hack, sein erstes Training an der Säbener Straße absolviert. Um dem da noch nicht verpflichteten Wunschspieler erste Tests mit der Mannschaft zu ermöglichen, war der FC Bayern München sogar ein versicherungstechnisches Risiko eingegangen.

Makaay hatte nie einen Hehl daraus gemacht, dass er unbedingt zum FC Bayern wechseln wolle und Angebote aus Spanien und England ausgeschlagen. Den FC Bayern soll er mit seinen Toren nun gerade in der Champions League zu Erfolgen schießen und im Angriff für neuen Konkurrenzkampf mit den Platzhirschen Giovane Elber und Claudio Pizarro sorgen. Im Vorjahr hatte Makaay mit vier Treffern für La Coruna gegen den FC Bayern maßgeblichen Anteil am frühen Ausscheiden des FCB gehabt.

dpa ar yyby rj

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