18 Jahre alter ehemaliger Schüler festgenommen
Lehrerin vereitelt Gasanschlag auf Gymnasium

Das Essener Viktoria-Gymnasium ist nur knapp einer Gasexplosion entgangen. Ein 18-jähriger ehemaliger Schüler hatte in der Nacht zum Mittwoch im Chemieraum der Schule den Gashahn aufgedreht. Nur weil eine Lehrerin am Feiertag Revisionsarbeiten durchführen wollte, bemerkte sie den Gasgeruch.

WiWo/ap ESSEN. Die Pädagogin verschloss den Gashahn und rief die Feuerwehr. Die Polizei konnte den geständigen Täter noch am Mittwoch festnehmen. Er soll am Donnerstag dem Jugendrichter vorgeführt werden.

Die Ermittlungsbehörden werfen dem 18-Jährigen die versuchte Herbeiführung einer Explosion, Diebstahl und Hausfriedensbruch vor. Die Wohnung des jungen Mannes war nach Darstellung der Polizei voller Chemikalien. Darüber hinaus fanden die Beamten zahlreiche Schlüssel der Schule. Der 18-Jährige hatte sich nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei in den letzten Wochen sehr auffällig in der Chemie AG benommen. Ende März meldete er sich von dem Gymnasium ab.

Bei der polizeilichen Vernehmung erklärte der Ex-Schüler, er sei in der Nacht zum Mittwoch mit einem gestohlenen Generalschlüssel in die Schule eingedrungen. Dann habe er den Gashahn fachmännisch geöffnet. Zum Motiv seiner Tat machte er keine Angaben.

Die Lehrerin ist laut Polizeibericht Fachbereichsleiterin für Chemie an dem städtischen Gymnasium. Schon im Treppenaufgang zum Chemietrakt bemerkte sie Gasgeruch. Die Tür zum Chemieraum stand halb offen. Im Raum selbst hörte sie ein zischendes Geräusch, berichtete die Frau später in ihrer Vernehmung. Dann habe sie den Zentralschalter gesehen, der auf "Grün" stand und somit geöffnet war. Sie habe das Gas sofort abgestellt und alle Fenster geöffnet. Kurz danach informierte die Lehrerin den Hausmeister und die Schulleitung. Feuerwehr und Polizei wurden ebenfalls benachrichtigt.

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