1860 hat schon am Samstag Chance zur Revanche: Schaafs Joker stachen

1860 hat schon am Samstag Chance zur Revanche
Schaafs Joker stachen

Der SV Werder Bremen hat den Traum des TSV 1860 München vom ersten Einzug ins Halbfinale des DFB-Pokals seit 1967 zerstört und steht selbst erstmals seit drei Jahren wieder in der Vorschlussrunde des Cup-Wettbewerbs.

HB/dpa MÜNCHEN. Die eingewechselten Angelos Charisteas (93., 120.) und Ivan Klasnic (105.) erzielten am Mittwochabend in der Verlängerung die entscheidenden Tore zum 4:1 (1:1, 0:0)-Sieg für den viermaligen Pokal-Gewinner von der Weser.

In der regulären Spielzeit hatte Jung-Nationalspieler Benjamin Lauth die Münchner vor den Augen von DFB-Teamchef Rudi Völler und der Minuskulisse von 4 000 frierenden Zuschauern im verschneiten Olympiastadion spät in Führung gebracht (80). Der kurz zuvor eingewechselte Klasnic erzwang mit dem Ausgleich fünf Minuten später (85.) die Verlängerung. Schon am Samstag bekommen die "Löwen beim Gastspiel im Weserstadion die Chance zur Revanche in der Bundesliga.

1860-Trainer Peter Pacult konnte wieder auf die zuletzt in Rostock erfolgreiche Formation zurückgreifen, Harald Cerny und Tomas Votava kehrten zurück ins Team. Werder-Coach Thomas Schaaf stellte seine Mannschaft im Vergleich zur 0:1-Niederlage beim Hamburger SV auf vier Positionen um, der am Sonntag gesperrte Kapitän Frank Baumann war wieder in der Mannschaft.

Im Münchner Schneegestöber - der Platz musste vor dem Spiel frei geschaufelt werden - hatten die Bremer den besseren Beginn. In der elften Minute scheiterte Ivica Banovic mit einem Fernschuss aus 20 Metern an 1860-Keeper Simon Jentzsch. Nach dem anschließenden Eckstoß verfehlte Frank Verlaat das "Löwen"-Tor bei einem Kopfball knapp. Johan Micoud (14.) konnte Jentzsch aus zehn Metern in halbrechter Position ebenfalls nicht überwinden.

Wie schon am Samstag bei der 0:1-Heimniederlage gegen Hannover 96 agierten die Münchner im Spielaufbau ideenlos und umständlich. Die Norddeutschen, die ihre letzten vier Spiele gegen 1860 verloren hatten, waren in der ersten Halbzeit die dominierende Mannschaft. Erst nach 35 Minuten erarbeiteten sich die Hausherren ihre erste Tormöglichkeit, doch Markus Schroth verfehlte das Werder-Gehäuse.

Die Qualität des Spiels litt unter den widrigen Wetterverhältnissen. Der Boden war glitschig und bereitete den Akteuren sichtliche Probleme. Auch in der zweiten Halbzeit hatten die offensiv eingestellten Bremer die erste Chance. Jentzsch, bis dato der Beste seiner Mannschaft, parierte einen Baumann-Kopfball (59.) nach einem Freistoß von Micoud. Zwei Minuten später verschätzte sich Werder-Keeper Pascal Borel, doch "Löwen"-Jungstar Lauth kam nicht an den Ball. Erst gegen Spielende wurde es nach den Toren von Lauth und Klasnic und der fälligen Verlängerung spannend.

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