1860 München machte es den Königsblauen leicht
Schalke weiter in Lauerstellung

Pokalfinalist Schalke 04 bleibt im Meisterschafts- Rennen in Lauerstellung. Mit einem 2:1 (1:0)-Sieg beim TSV 1860 München zogen die Königsblauen am Sonntagabend mit Rekordmeister Bayern München gleich und wahrten als Tabellen-Vierter mit fünf Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Bayer Leverkusen ihre Titelchancen in der Fußball-Bundesliga.

dpa MÜNCHEN. "Wir sind natürlich glücklich. Aber die Konkurrenten gewinnen auch. Wir denken von Spiel zu Spiel", sagte Schalkes Trainer Huub Stevens und wies alle Titel- Spekulationen weit von sich.

Vor 30 000 Zuschauern, die im Münchner Olympiastadion mit der schwachen Vorstellung ihrer Mannschaft höchst unzufrieden waren, erzielte Nationalspieler Gerald Asamoah schon nach drei Minuten die Führung für die stark ersatzgeschwächten Schalker. Den Ausgleich durch Paul Agostino (81.) machte Ebbe Sand nur zwei Minuten später mit dem Siegtreffer wett - es war sein neunter der Saison - und sorgte für die sechste Heimniederlage der Münchner; schlechter ist nur Schlusslicht Köln.

"Das ist bitter", sagte Löwen-Trainer Peter Pacult. "Die Mannschaft ist für ihr gutes Spiel wieder nicht belohnt worden. Durch kleine Fehler haben wir uns selbst bestraft." Sein offensives Konzept war schon nach drei Minuten ins Wanken geraten. Möller nutzte die Unordnung in der TSV-Abwehr und spielte im Strafraum Asamoah frei, der mit einem strammen Schuss unter die Latte Simon Jentzsch keine Abwehrmöglichkeit ließ. Die Schalker agierten cleverer und hielten die Zügel fest in der Hand. Nur die Chancenauswertung war mangelhaft. Vor allem Sand (23.), der einen Agali-Pass um Millimeter verpasste, und der Nigerianer selbst (30.) vergaben es leichtfertig, die Führung auszubauen. "Damit bin ich überhaupt nicht einverstanden", schimpfte Stevens. "Wir hätten schon zur Pause klar führen müssen."

Auf der anderen Seite scheiterte Martin Max, der eine missglückte Matellan-Rückgabe nicht verwerten konnte. Auf der Tribüne ärgerte sich Harald Cerny, der wie Roman Tyce verletzt fehlte. Schalke - Trainer Huub Stevens musste auf gleich auf eine Handvoll Akteure verzichten: Emile Mpenza, Jiri Nemec, Marco van Hoogdalem, Olaf Thon und den Gelb-gesperrten Niels Oude Kamphuis. Dennoch sollte Manager Rudi Assauer Recht behalten, mit seiner Ankündigung: "Trotz dieser vielen Ausfälle können wir die Münchner jederzeit schlagen."

Die von Pacult so offensiv eingestellten 60er machten es den Gästen verhältnismäßig einfach. Die Kritik an dem Österreicher hatte Wirkung gezeigt, die veränderte Aufstellung freilich nicht. Das lag vor allem an schwachen Mittelfeld, in das Häßler nach zweimaliger Unterbrechung wieder von Beginn an zurückgekehrt war. Die Zusammenarbeit mit Weissenberger brachte nicht die erhoffte Wirkung; der Österreicher musste in der 58. Minute dem Kroaten Davor Suker weichen. Der Torschützenkönig der WM in Frankreich vergab seine große Chance (76.). Besser machte es Agostino, der nach Flanke von Wiesinger den Ausgleich schaffte. Doch fast im Gegenzug ließ Sand den Jubel der Zuschauer wieder verstummen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%