19 Mitglieder einer Theatergruppe wieder auf freiem Fuß
Nach Genua-Protesten inhaftierte Deutsche freigelassen

Die italienische Justiz hat die Freilassung von zwei deutschen und 17 weitereren Mitgliedern einer österreichischen Theatergruppe angeordnet, die nach den Protesten am Rande des G8-Gipfeltreffens in Genua verhaftet worden waren.

Reuters GENUA. Eine Anwältin der Gruppe sagte am Dienstag, eine Untersuchungskommission habe sich für die Aufhebung des gegen ihre Mandanten verfügten Haftbefehls ausgesprochen. Diese würden umgehend freigelassen. Ihr war eine Verbindung zu einer Gruppe von Anarchisten vorgeworfen worden, die maßgeblich an den Ausschreitungen während des Gipfels im Juli beteiligt gewesen sein soll. Zu den Freigelassenen gehören neben den Deutschen, 13 Österreicher, zwei US-Bürger, ein Slowake und ein Schwede.

Bereits zuvor hatte ein italienischer Richter eine US-Studentin auf freien Fuß gesetzt, die mit der Gruppe gereist war. Fünf Personen blieben weiter in Haft.

Bei den Demonstrationen am Rande des Gipfeltreffens der sieben führenden Industrienationen und Russlands (G8) vom 20. bis 22. Juli in Genua war es zu Straßenschlachten zwischen Demonstranten und Polizisten gekommen. Dabei war ein italienischer Demonstrant von einem Polizisten erschossen worden. Rund 280 Globalisierungsgegner waren festgenommen worden. Viele Demonstranten hatten berichtet, sie seien verprügelt worden, obwohl sie auf dem Boden gelegen oder sich fernab des Zentrums der Demonstrationen aufgehalten hätten. Der italienische Polizeichef Gianni de Gennaro räumte später ein, die Polizei habe unangemessen Gewalt angewendet.

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