1999 in Deutschland Einbußen von schätzungsweise 200 Mill. DM
BMG beklagt Verluste durch illegalen Musiktausch im Web

Die Bertelsmann Music Group rechnet mit Millionenverlusten durch illegal im Internet verbreitete Musiktitel.

Reuters BERLIN. Die Bertelsmann Music Group (BMG) rechnet mit Millionenverlusten durch illegal im Internet verbreitete Musiktitel. 1999 habe es für die Branche in Deutschland Einbußen in Höhe von schätzungsweise 200 Mill. DM gegeben, sagte BMG-Geschäftsführer Thomas Stein laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus".

Der internationale Phonoverband IFPI kündigte an, er werde jeden Nutzer von Musik-Tauschbörsen im Internet persönlich darauf hinweisen, dass sein Vorgehen illegal sei. "Jeder, der Musik-Kopien in Tauschbörsen anbietet oder abholt, verletzt das Urheberrecht", sagte IFPI-Justiziar Clemens Rasch dem "Focus".

Die amerikanische Musikindustrie geht gerichtlich gegen Internet-Tauschbörsen vor. Ende Juli hatte eine Richterin in San Francisco auf Antrag des Verbandes der Plattenindustrie die Musik-Tauschbörse Napster angewiesen, ihre Web-Site abzuschalten, weil sie Urheberrechte verletze.

Die Umsetzung des Beschlusses wurde jedoch von einer höheren Instanz vorläufig ausgesetzt. Napster hat nach eigenen Angaben rund 20 Mill. Nutzer. Sie können über die Homepage des Unternehmens kostenlos Musktitel tauschen. Andere Musikbörsen wie Gnutella oder FreeNet vermitteln den Tausch von Musiktiteln zwischen zwei Nutzern, die ihre Songs dann direkt austauschen können.

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