1 500 Arbeitnehmern zahlten nicht den Mindestlohn
Ermittler nehmen bei Arbeitskontrollen 58 Personen fest

Illegale Beschäftigung und Leistungsmissbrauch bleiben vor allem in der Baubranche ein großes Problem. Ermittler der Bundesanstalt für Arbeit und die Bundeszollverwaltung entdeckten bei einer jüngsten bundesweiten Überprüfung 5 200 verdächtige Fälle, teilte das Bundesfinanzministerium am Freitag in Berlin mit.

ddp BERLIN. 5 400 Arbeitgeber und 17 000 Arbeitnehmer wurden überwiegend aus der Baubranche unter die Lupe genommen. Dabei nahmen die Ermittler 58 Personen fest.

1 500 Arbeitnehmern wurde den Angaben zufolge nicht der nach dem Arbeitnehmer-Entsendegesetz vorgesehene Mindestlohn gezahlt, 730 Arbeitnehmer hatten keine Arbeitsgenehmigung. In 190 Fällen bestehe der Verdacht unerlaubter Arbeitnehmerüberlassung. Hier müssen Verleiher und Entleiher mit Geldbußen bis zu 50 000 Mark rechnen.

Über 900 Personen würden verdächtigt, neben ihrer Arbeit unerlaubt Leistungen vom Arbeitsamt zu beziehen. Gegen sie könnten Geldbußen bis zu 10 000 Mark und sogar Freiheitsstrafen verhängt werden. Das Ministerium beklagte zudem zahlreiche Verstoße gegen die Pflicht, sich bei der Sozialversicherung anzumelden. Hierzu seien 900 Verfahren eingeleitet worden.

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