1 600 Mark pro Person - Täter stellten sich
"Milzbrand-Trittbrettfahrer" zu Geldstrafen verurteilt

Die beiden 22 und 24 Jahre alten Auszubildenden hatten in der Kölner Innenstadt einen Briefumschlag mit der Aufschrift „Milzbrand“ hinter den Scheibenwischer eines Autos geklemmt.

dpa KÖLN. Zwei so genannte "Milzbrand-Trittbrettfahrer" sind am Donnerstag wegen Störung des öffentlichen Friedens von einem Kölner Amtsrichter zu Geldstrafen von je 1 600 DM verurteilt worden. Die beiden 22 und 24 Jahre alten Auszubildenden hatten am 11. Oktober dieses Jahres in der Kölner Innenstadt einen Briefumschlag mit der Aufschrift "Milzbrand" hinter den Scheibenwischer eines Autos geklemmt. Nachdem Politessen am folgenden Tag den Umschlag entdeckt hatten, kam es zu einem Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr.

Noch während des Einsatzes packte die beiden Täter ihr schlechtes Gewissen und sie stellten sich der Polizei. Die beiden Angeklagten sagten vor Gericht, bei dem mit "Milzbrand" beschrifteten Umschlag habe es sich ursprünglich um einen "internen Scherz" am Arbeitsplatz gehandelt, mit dem sie ihren Chef hätten erschrecken wollen. Nachdem dieser den Umschlag nicht beachtet habe, hätten sie ihn aus Gedankenlosigkeit später hinter den Scheibenwischer gesteckt.

Der Kölner Amtsrichter wertete dies als Schutzbehauptung. Beiden Männern sei angesichts entsprechender Medienberichte bewusst gewesen, dass sie mit der Drohung mit einer gefährlichen Kriegswaffe Angst und Schrecken verbreiten. Die beiden Verurteilten müssen nun noch mit der Zahlung der Einsatzkosten von Polizei und Feuerwehr von rund 10 000 DM rechnen.

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