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2:0 dank Edeljoker Valdez: Bremen im Achtelfinale

Dank Edeljoker Nelson Valdez hat sich für den SV Werder Bremen der Traum vom Champions-League-Achtelfinale erfüllt. Mit zwei Treffern (83./90.+2 Minute) sorgte der Einwechselspieler im letzten Vorrundenspiel beim FC Valencia für den 2:0 (0:0)-Erfolg.

dpa VALENCIA. Dank Edeljoker Nelson Valdez hat sich für den SV Werder Bremen der Traum vom Champions-League-Achtelfinale erfüllt. Mit zwei Treffern (83./90.+2 Minute) sorgte der Einwechselspieler im letzten Vorrundenspiel beim FC Valencia für den 2:0 (0:0)-Erfolg.

Der deutsche Fußball-Meister zieht damit als Zweiter der Gruppe G in die lukrative Runde der Top 16 der Königsklasse ein. Dieser Erfolg spült ihm mindestens weitere 2,7 Mill. Euro in die Vereinskasse. Vor 50 000 Zuschauern im Mestalla-Stadion konnte der Bundesliga-Spitzenclub diesmal zwar nur in der Defensive überzeugen. Doch da auch der spanische Ex-Meister seine Klasse nur andeuten konnte, verdiente sich Werder das wertvolle Weiterkommen durch seine starken Auftritte in den vorherigen Partien. Valencias Angulo (90.) sah wegen groben Foulspiels gegen Valdez die Rote Karte.

"Wir sind sehr sehr glücklich. Vor der Champions-League-Saison hat uns keiner zugetraut, dass wir ins Achtelfinale einziehen. Darauf können wir stolz sein", sagte Kapitän Frank Baumann. Trainer Thomas Schaaf hatte schon vor dem Spiel angedeutet, wie wertvoll ein Joker wie Valdez sein kann. "Er ist ein idealer Einwechselspieler."

Die Bremer begannen mit der 6:0-Siegerelf vom Bundesliga-Spiel in Freiburg, doch unter dem großen Druck der Achtelfinal-Herausforderung agierte der deutsche Meister ungewohnt nervös und leistete sich eine hohe Fehlerquote. Zum Glück für die Gäste zeigte allerdings auch der Tabellenvierte der Primera Divison Nerven; er war zwar überlegen, die Angriffe wurden aber oft planlos nach vorne vorgetragen. Immerhin stand die Abwehr der Deutschen recht sicher. Nach einer knappen halbe Stunde spielte Werder sich dann frei und kam sofort zu ersten Chancen. Mit der besten scheiterte Johan Micoud nach einer schönen Konter-Attacke am stark reagierenden Keeper Santiago Canizares (27.), der danach auch bei Frank Baumanns Kopfball zur Stelle war (28.).

Während das in Freiburg zusammen noch fünf Mal erfolgreiche Sturm-Duo Charisteas/Klose kaum einen Stich machte, deutete auf der Gegenseite Stürmerstar Mista seine Torgefährlichkeit an. Bei seinem ersten Schussversuch aus Nahdistanz stellte sich ihm Paul Stalteri im letzten Moment in den Weg (37.). Vier Minuten später fand Mista in Schlussmann Andreas Reinke seinen Meister, der den Linksschuss des Torjägers sicher parierte. Mehr brachte jedoch auch der letztjährige Uefa-Pokal-Finalist bis zur Pause nicht zu Stande.

Nach dem Wechsel verstärkten die Spanier ihre Angriffsbemühungen. Dabei kamen sie zwar zunächst selten zu gefährlichen Aktion, doch die Gäste, bei denen Regisseur Micoud das Spiel selten in den Griff bekam, wurden immer weiter in der eigenen Hälfte beschäftigt. Trainer Claudio Ranieri gab dann in der 60. Minute mit Hereinnahme des frischen Stürmer-Trios Corradi/Vicente/di Vaio das Zeichen zur Schluss-Offensive. Fünf Minuten später hätte sich di Vaios Einwechslung fast schon gelohnt, doch der Italiener traf mit seinem strammen 20-m-Schuss nur die Oberkante der Latte.

In der hektischen Endphase hatte Werder auch das nötige Glück. Erst behinderten sich di Vaio und Vicente bei einem Kopfballversuch gegenseitig (79.), so dass der Ball aus Nahdistanz knapp am Gehäuse vorbeistrich. Als Valdez dann Patzer der Valencianer gnadenlos ausnutzte, war der Jubel der Hanseaten beinahe grenzenlos.

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