2:0-Heimsieg gegen Piräus
Leverkusen zieht in die Zwischenrunde ein

Bayer Leverkusen hat die "Schmach von Piräus" getilgt und ist als erstes deutsches Team in die Zwischenrunde der Champions League eingezogen. Dank des verdienten 2:0 (1:0)-Erfolges über Olympiakos Piräus stockte der deutsche Vizemeister sein Konto in der Gruppe F auf 9 Punkte auf und kann von Verfolger Maccabi Haifa (6) dank des gewonnenen Vergleichs nicht mehr abgefangen werden.

HB/dpa LEVERKUSEN. Vor 22 500 Zuschauern in der ausverkauften Bayarena trafen Juan (14.) und Bernd Schneider (90., Foulelfmeter) am Dienstagabend für Bayer 04, das zum dritten Mal in die lukrative zweite Runde der Königsklasse einzog. Piräus, das Leverkusen im Hinspiel noch mit 6:2 abgefertigt hatte, wartet weiter auf den ersten Sieg auf deutschem Boden.

Im laut Trainer Klaus Toppmöller "wichtigsten Spiel des Jahres" mussten die Westdeutschen wie zuletzt bei Hertha BSC ohne Carsten Ramelow (Magen- und Darmgrippe) auskommen, der erneut von Hanno Balitsch vertreten wurde. Doch auch ohne ihren Kapitän setzten die Leverkusener die Gäste, die nach einem vierwöchigen Streik in ihrer Liga erst wieder zwei Pflichtspiele absolviert haben, anfangs unter Druck. Und hatten Glück, dass gleich der erste gefährliche Schuss "saß": Juan traf mit einem leicht abgefälschten 20-m-Heber über den zu weit vor seinem Tor stehenden Dimitrios Eleftheropoulos. Es war der dritte Treffer in Folge für den brasilianischen Abwehrspieler.

Bayer blieb gegen die erst allmählich aufwachenden Griechen, die durch Paraskevas Antzas Kopfball (30.) in den ersten 45 Minuten nur einmal für Gefahr vor dem Gehäuse von Hans-Jörg Butt sorgten, aber nicht genug am Drücker. Erneut wurden die Schwächen der Hausherren im Offensiv-Spiel deutlich. Und als Balitsch einmal frei durch war und nur per Foul von Dracena gestoppt werden konnte, verweigerte der italienische Schiedsrichter Alfredo Trentalange den Gastgebern den fälligen Strafstoß (36.). Balitsch hatte kurz darauf erneut die Gelegenheit zum 2:0, doch er köpfte aus Nahdistanz knapp vorbei.

Nach dem Wechsel erwartete die Werks-Elf, in die Pascal Ojigwe für Juan (Muskelblessur) eingewechselt werden musste, angriffslustigere Gegner und vertraute im eigenen Stadion auf Konter. Erst setzte sich erneut Balitsch (50.) mit einem Fernschuss gut in Szene, dann traf Dimitar Berbatow (57.) freistehend die Latte und Yildiray Bastürk (61.) zwang Eleftheropoulos mit einem Volleyschuss zur Glanzparade.

Gegen die biederen Südeuropäer boten sich dem eingewechselten Jan Simak (70./80.) die nächsten Einschussmöglichkeiten, doch er verzog beide Male. Durch das großzügige Auslassen der Torchancen mussten die Gastgeber fast bis zum Schluss um den ebenso nötigen wie leistungsgerechten Heimsieg zittern, der jedoch von den im Angriff viel zu einfallslosen Olympiakos-Akteuren nicht mehr ernsthaft in Gefahr gebracht wurde. Im Gegenteil: Schneider behielt vom ominösen Punkt die Nerven und erlöste damit Mitspieler, Trainer und Fans.

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