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2:1 gegen Zagreb: VfB Stuttgart ist Gruppensieger

Mit dem Gruppensieg im Uefa-Pokal hat sich der VfB Stuttgart das schönste Weihnachtsgeschenk gemacht. Der Tabellen-Dritte der Fußball-Bundesliga krönte seine tolle Halbserie mit einem 2:1 (1:0)-Sieg gegen Dinamo Zagreb.

dpa STUTTGART. Mit dem Gruppensieg im Uefa-Pokal hat sich der VfB Stuttgart das schönste Weihnachtsgeschenk gemacht. Der Tabellen-Dritte der Fußball-Bundesliga krönte seine tolle Halbserie mit einem 2:1 (1:0)-Sieg gegen Dinamo Zagreb.

Mit diesem Erfolg verdrängten die Schwaben Benfica Lissabon am letzten Spieltag der Zwischenrunde von Platz 1 der Gruppe G. Christian Tiffert (15.) und Fernando Meira (75.) beseitigten mit ihrem jeweils ersten Wettbewerbs-Tor gegen die Kroaten die letzten Zweifel am Überwintern im Europacup. Vor 41 000 Zuschauern im Daimler-Stadion gerieten die Schwaben nach dem Ausgleich durch Ivan Bosnjak (66.) nur kurz aus der Spur.

Für einen schrillen Misston in der sonst fairen Partie sorgten kroatische Fans, die kurz nach Beginn der zweiten Hälfte Feuerwerkskörper auf den Rasen warfen und eine zweiminütige Spielunterbrechung erzwangen.

"Wir sind zufrieden, dass wir qualifiziert sind, können es aber nicht mit dem Spiel sein. Wir haben leichtfertig gespielt", sagte VfB-Trainer Matthias Sammer. Nationalspieler Philipp Lahm, der mit seinen Teamkollegen Timo Hildebrand, Andreas Hinkel und Kevin Kuranyi nach Südkorea fliegt, um zum DFB-Tross zu stoßen, bekannte: "Der Gruppensieg war unser Ziel. Wir haben nicht gut gespielt, aber nach dem 1:1 reagiert. Das spricht für diese Mannschaft."

Der VfB dominierte die Partie gegen den kroatischen Rekordmeister praktisch nach Belieben. Auch ohne ihren weiter verletzt fehlenden Kapitän Zvonimir Soldo, dessen Vertragsverlängerung bis 2006 vor Spielbeginn bekannt gegeben wurde, ließen die Schwaben den Ball zur Freude der Fans gekonnt durch die eigenen Reihen laufen. Bereits nach einer Viertelstunde wurde die Überlegenheit mit der Führung belohnt, als sich Tiffert nach glänzendem Zuspiel von Kuranyi durchsetzte und Vladimir Vasilj im Dinamo-Tor auf dem falschen Fuß erwischte.

Weitere hochkarätige Möglichkeiten zu einem komfortablen Vorsprung schon bis zur Pause ließ der VfB ungenutzt. Kuranyi scheiterte in der 23. Minute an Vasilj. Vier Minuten später lenkte der Gäste-Keeper einen Cacau-Schuss reaktionsschnell über die Latte. Dinamo, das im Uefa-Cup-Halbfinale 1989 an den Schwaben gescheitert war, konnte nicht an alte Glanzzeiten anknüpfen und machte vor der Pause nur durch einen Distanzschuss von Eduardo da Silva (22.) auf sich aufmerksam, der knapp am VfB-Gehäuse vorbeiflog.

Ohne ihre Schlüsselspieler Nico Kranjcar und Jasim Agic blieben die Gäste auch im zweiten Durchgang in der Offensive nahezu wirkungslos. Um so überraschender kamen die Kroaten in der 66. Minute zum Ausgleich, als Bosnjak einen flache Hereingabe an Hildebrand vorbei ins Tor verlängerte. Erst zwei Minuten vorher hatte Cacau auf der Gegenseite die Riesenchance vergeben, mit dem 2:0 alles klar zu machen. Erst nach Meiras Treffer fand der VfB wieder zu seinem überlegten Spiel zurück. In der Schlussphase feierte der für Kuranyi eingewechselte Marco Streller nach sechseinhalbmonatiger Verletzungspause ein umjubeltes Comeback im VfB-Trikot.

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