2:1-Zittersieg gegen Hertha
Neue Hoffnung für die „roten Reufel"

Nach einer schwarzen Hinserie gehen die "Roten Teufel" mit einem Hoffnungsschimmer in die Winterpause. Dank eines von Harry Koch in der 87. Minute verwandelten "geschundenen" Foulelfmeters und des dritten Saisontores von Vratislav Lokvenc (28. Minute) kam der Krisen geschüttelte 1. FC Kaiserslautern am Sonntagabend zu einem 2:1 (1:0)-Zittersieg gegen Hertha BSC, das als Tabellen-Zehnter die Uefa-Cupränge nach der ersten Hälfte der Saison aus den Augen verloren hat.

HB/dpa KAISERSLAUTERN. Für die Berliner traf Pal Dardei (64.). Trotz des versöhnlichen, wenn auch schmeichelhaften Hinrundenendes überwintern die Pfälzer in der Fußball-Bundesliga auf einem Abstiegsplatz.

"Wir haben Moral bewiesen", sagte Sieg-Torschütze Koch. Sein Trainer Erik Gerets war "natürlich überglücklich". Sein Kollege Huub Stevens war stinksauer: "Wir waren besser und es ist ärgerlich so zu verlieren." Auch Marko Rehmer schimpfte über den unberechtigten Elfmeter: "Das war ein Geschenk des Schiedsrichters. Der Lauterer hatte doch gar keine Chance mehr, an den Ball zu kommen." Moderater äußerste sich Stefan Beinlich, der für Andreas Neuendorf ins Team zurückgekehr war. "Wir müssen die Fehler schon bei uns suchen."

Vor 34 142 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion ließ Gerets Nationalspieler Miroslav Klose eine Halbzeit lang auf der Bank. Auf Dimitrios Grammozis, Keeper Tim Wiese und Mario Basler konnte er gar nicht zurückgreifen. Drei Tage vor seinem 34. Geburtstag musste Basler passen. "Ich bin umgeknickt und hätte keinen Ball treten können." Herthas Keeper Kiraly war trotz seiner Rückenverletzung aus dem Fulham-Spiel dabei und verhinderte in der 24. Minute sogar mit dem Gesicht die FCK-Führung. Beim zweiten Versuch machte es Lokvenc per Kopf besser. Rehmer wurde gerade wegen einer Kopfwunde behandelt.

Die Führung war nicht unverdient, obwohl die auch ohne Josip Simunic nach seinem Kieferbruch im Uefa-Cup angetretenen Berliner auch ihre Chancen hatten. Die beste der ersten Halbzeit vergab Michael Hartmann nach Flanke von Neuendorf-Ersatz Stefan Beinlich. Torhüter Koch reagierte allerdings auch prächtig.

Nach dem Seitenwechsel brachte Hertha Trainer Huub Stevens Roberto Pinto, der zunächst das Außennetz traf und nur 60 Sekunden später den Ausgleich vorbereitete: Seine Flanke legte Luizao auf Dardei ab, der durch die Beine eines Abwehrspielers Torhüter Koch überwandt. Nun schienen die Lichter auf dem Betzenberg zu verlöschen. Doch Koch nutzte die Gunst der Stunde und verwandelte den Foulelfmeter, den Kiraly im Überschwang gegen Lincoln verursacht hatte. Koch bewies besondere Nervenstärke, denn der gute Schiedsrichter Florian Meyer aus dem niedersächsischen Burgdorf ließ den Elfmeter wiederholen.

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