2:3 gegen Spanien
Spanien kickt Südafrika aus dem Turnier

Lange hatte es nach einem Achtelfinale zwischen Deutschland und Südafrika ausgesehen. Nachdem aber Paraguay sein Spiel gegen die Slowenen - nach 0:1-Rückstand - noch umdrehte und 3:1 gewann, reichte das durchaus achtbare 2:3 der "Bafana Bafana" nicht mehr.

dpa DAEJEON. Südafrika hat bei der 17. Fußball- Weltmeisterschaft die historische Chance und das "Wunsch- Achtelfinale" gegen Deutschland verpasst. Die "Bafana Bafana" kassierte am Mittwoch in ihrem letzten Vorrundenspiel gegen Spanien eine unglückliche 2:3 (1:2)-Niederlage und wurde dadurch in der Gruppe B vom Rivalen Paraguay (3:1 gegen Slowenien) noch abgefangen. Vor 38 000 Zuschauern im World Cup Stadium von Daejeon erzielten Raul (4./56.) und Gaizka Mendieta (45.) die Treffer für die Spanier, die als Sieger der Gruppe B am Sonntag auf Irland treffen. Für Südafrika, das auch im zweiten Anlauf bei einer WM in der Vorrunde scheiterte, waren Benny McCarthy (31.) und Lucas Radebe (53.) erfolgreich.

Vier Tage nach ihrem ersten WM-Sieg (1:0 gegen Slowenien) musste die in unveränderter Formation angetretene "Bafana Bafana" den Schock des frühen Rückstandes verdauen. Torhüter Andre Arendse leistete sich dabei einen kapitalen Fehler, als er den schon sicher geglaubten Ball an Raul verlor und dem Stürmer von Real Madrid das 27. Länderspiel- Tor quasi schenkte. Die angesichts ihres bereits feststehenden Weiterkommens mit einer allerdings noch immer mit Stars gespickten B-Elf in die Partie gegangenen Iberer hätten durch Mendieta (13.) und Fernando Morientes (30.) ihre Führung ausbauen können. Doch erst rettete Aaron Mokoena auf der Linie und dann Arendse per Glanzparade.

Die erstaunlich forsch dagegenhaltende Mannschaft von Jomo Sono "rächte" dies mit dem nicht einmal unverdienten Ausgleich, den ihr Top-Torschütze McCarthy nach schöner Kopfballvorlage von Siyabonga Nomvethe perfekt machte. Als keiner mehr damit rechnete, stellte Mendieta den alten Abstand wieder her. Einen Freistoß von der Strafraumgrenze zirkelte er gekonnt an der Abwehrmauer vorbei ins äußerste Eck - Keeper Arendse machte dabei keine glückliche Figur, denn er stand wie angewurzelt auf der Linie und reagierte nicht.

Auch nach Wiederanpfiff knüpfte der Außenseiter an seine starke Leistung aus den ersten 45 Minuten an. Und mit der ersten Chance erzielte Radebe gleich das wichtige 2:2, als er einen unfreiwillig von Enrique Romero verlängerten Eckball ins gegnerische Gehäuse köpfte. Doch die Freude währte nur kurz: Das südafrikanische Abwehrproblem zeigte sich erneut, als der überragende Raul wieder einmal Radebe entwischte und nahezu unbehelligt seinen dritten Turnier-Treffer anbringen konnte. Mit dem dritten Erfolg im dritten Spiel untermauerte die als Mitfavorit in die WM gestartete spanische Auswahl ihre Titelambitionen.

Statistik zum Spiel:

Südafrika: Arendse - Nzama, Radebe (80. Molefe), Aaron Mokoena, Carnell - Zuma, Fortune (83. Lekgetho), Teboho Mokoena, Sibaya - Nomvethe (74. Koumantarakis), McCarthy

Spanien: Casillas - Torres, Helguera, Nadal, Romero - Joaquin, Albelda (53. Sergio), Xavi, Mendieta - Raul (82. Luis Enrique), Morientes (78. Luque)

Schiedsrichter: Mane (Kuwait)

Zuschauer: 38 000

Tore: 0:1 Raul (4.), 1:1 McCarthy (31.), 1:2 Mendieta (45.), 2:2 Radebe (53), 2:3 Raul (56.)

Gelbe Karten: Nzama, Nomvethe, Carnell / -

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