2,4 Prozent Wachstum bis Ende September
Positive Signale vom Deutschen Werbemarkt

Nach tiefen Einschnitten deutet sich im deutschen Werbemarkt eine Trendwende an. Die Bruttowerbeeinnahmen der Tageszeitungen und Zeitschriften, des Fernsehens und Hörfunks sind verglichen mit der Vorjahresperiode leicht angezogen.

HB FRANKFURT. Nach den am Montag veröffentlichten Daten des Marktforschungsinstituts Nielsen Media Research wuchs der deutsche Werbemarkt in den ersten neun Monaten 2003 um 2,4 % auf gut zwölf Mrd. ?. "Der Trend der letzten sechs Monate ist eindeutig positiv, basiert aber auf Sonderentwicklungen einzelner Wirtschaftsbereiche und ist noch nicht stabil", erklärte Nielsen-Geschäftsführer Ludger Vornhusen.

Der TV-Werbemarkt verzeichnete erstmals seit langem ein Plus und stieg in den Monaten Januar bis September um 2,2 % auf 5,1 Mrd. ?. Im ersten Halbjahr war der TV-Werbemarkt noch um 0,3 % geschrumpft, was einen Zuwachs im dritten Quartal um acht Prozent ergibt. Allerdings erhebt Nielsen Daten zum Bruttowerbemarkt und lässt dabei die von den TV-Sendern oft gewährten hohen Rabatte außer Acht. "Die Situation scheint sich aufzuhellen", kommentierte ein Sprecher des größten deutschen TV-Konzerns Pro Sieben Sat1 die Daten. Allerdings seien die Bruttozahlen nur ein vager Indikator für die Entwicklung auf Nettobasis. "Der Nettowerbemarkt gestaltet sich weiter schwierig. Die Visibilität ist unverändert gering", sagte der Sprecher. ProSiebenSat.1 bleibe daher bei der Aussage, trotz steigender Werbeerlöse im Juli und August für das Gesamtjahr 2003 noch einen fünf- bis zehnprozentigen Rückgang des Netto-TV-Werbemarktes zu erwarten.

Die Tageszeitungen konnten der Nielsen-Studie zufolge in den ersten neun Monaten sogar einen Anstieg der Werbeeinnahmen von 10,5 % auf 2,9 Mrd. ? erzielen, wobei aber die stark eingebrochenen Rubrikenanzeigen nicht berücksichtigt werden. Diese Entwicklung sei vor allem auf höhere Werbeausgaben der großen Lebensmitteldiscounter Lidl, Aldi und Plus zurückzuführen, die um 33 % gestiegen seien, hieß es. Zugelegt hätten auch die Werbeinvestitionen der Medienbranche selbst. Weiter rückläufig seien dagegen die Bereiche Finanzen und Touristik. Publikumszeitschriften verzeichneten den Daten zufolge ein Minus der Werbeeinnahmen von 4,4 % auf 2,65 Mrd. ?, Fachzeitschriften einen Rückgang um 3,2 % auf 304 Mill. ?.

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