2,9 Milliarden Euro für US-Tochter
Deutsche Bank verkauft Tafelsilber

Die Deutsche Bank macht Kasse und trennt sich von weiteren Randaktivitäten. Am Donnerstag wurde der Verkauf ihrer US-Tochter Deutsche Financial Services (DFS) an den amerikanischen Mischkonzern General Electric abgeschlossen. Für die Leasinggesellschaft hat die Frankfurter Großbank nach Angaben vom Freitag 2,9 Mrd. $ (2,91 Mrd. Euro) erhalten.

HB/dpa FRANKFURT/MAIN. Ein Sprecher der Deutschen Bank wies allerdings darauf hin, dass nicht die gesamte Kaufsumme in die Gewinn- und Verlustrechnung eingehe. Aus den 2,9 Mrd. $ müssten noch die Verbindlichkeiten des amerikanischen Absatzfinanzierers mit 1 200 Beschäftigen beglichen werden. Über die Höhe der DFS-Schulden will die Bank aber keine Aussage machen.

Mit diesem Abschluss hat die Deutsche Bank einen weiteren Schritt der Strategie des neuen Vorstandsvorsitzenden Josef Ackermann vollzogen. Danach sollen alle nicht zum Kerngeschäft gehörenden Beteiligungen und Geschäftsfelder veräußert werden. Mit dem Verkauf von Tafelsilber hat der Branchenprimus bereits im 2. und 3. Quartal die drastischen Ertragseinbrüche im operativen Geschäft mildern können. Allein im 2. Vierteljahr wurden Verkaufserlöse von rund zwei Mrd. Euro verbucht. Im 3. Quartal hat allein der Verkauf der Hypothekentochter Eurohypo 390 Mill. Euro eingebracht. Dennoch musste der Geldkonzern einen Verlust von 181 Mill. Euro ausweisen.

Derzeit steht der Vorstand noch in Verhandlungen über den Verkauf wesentlicher Teile des globalen Geschäftsbereichs Wertpapierdienste an die State Street Corporation. Darüber hinaus ist vorgesehen, die IT-Infrastruktur auf dem europäischen Kontinent an IBM auszulagern. Andere Vereinbarungen über Ausgliederungen wie des Bereichs Immobilien-Management sind bereits weit fortgeschritten. Damit soll die jährliche Kostenbasis um etwa 1,4 Mrd. Euro gesenkt werden. Betroffen sind davon etwa 8 000 Beschäftigte, die aus dem Konzern Deutsche Bank ausscheiden.

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