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2. Aufbau des Vertrages

Für den Aufbau sollte ein modularer Aufbau des Vertragswerks mit entsprechenden Anlagen gewählt werden. Vertragsmodule können in Anlagen geregelt werden.

Durch den modularen Aufbau kann der Vertragsgestalter selbst entscheiden, welche Module bzw. Anlagen er für seine Vertragsgestaltung benötigt. Sollte sich der Kunde in einem negativen Fall dafür entscheiden, gewisse Leistungen des Outsourcing-Projektes nicht mehr vom Anbieter erbringen zu lassen, so muss deshalb nicht der gesamte Vertrag geändert werden. Vielmehr kann durch ein Change Request die entsprechende Anlage ausgetauscht werden.

Entscheidet sich der Kunde im positiven Fall aber dafür, dass der Anbieter noch mehr Leistungen für den Kunden erbringen soll, so muss das modulare Vertragswerk nur um eine weitere Anlage für diesen Leistungsbereich erweitert werden. In die Anlagen eines Outsourcing-Vertragswerkes gehören vor allem die Regelungspunkte eines Vertrages, die sich häufig ändern und welche durch den Austausch der Anlagen eine Änderung sehr leicht ermöglichen.

Durch die Verwendung eines Individualvertrages, der dem Outsourcing-Kunden ermöglicht, über alle Punkte mit dem Outsourcing-Anbieter zu verhandeln, unterliegt das Outsourcing-Vertragswerk auch nicht der Inhaltkontrolle der §§ 305 ff BGB und lässt so den Vertragspartnern einen größeren Verhandlungsspielraum. Im Vertragswerk werden Dinge wie Verzug, Haftung, Gewährleistung (bzw. Verjährung von Mängelansprüchen), Gerichtsstand sowie organisatorische Maßnahmen wie Lenkungsausschuss (Review-Board) geregelt.

Bei den Anlagen wird zwischen den allgemeinen Anlagen, den Anlagen für die Übernahme des Asset (Asset Deal) vom Outsourcing-Kunden, den Anlagen, in denen die tatsächliche Leistung die der Outsourcing-Anbieter für den Outsourcing-Kunden erbringt, und den sonstigen Anlagen unterschieden. Bei Widersprüchen zwischen den einzelnen Anlagen gegenüber dem Vertragswerk gelten die Regelungen, die in einer gewählten Vertragshierarchie vereinbart worden sind, vorrangig.

Es empfiehlt sich, dass die spezielleren Regelungen der Anlagen vorrangig der allgemeinen Regelungen des Vertragswerk gelten. So ist es nicht verwunderlich, dass ein Outsourcing-Vertragswerks häufig über mehr als 20 Anlagen verfügt.

Weiter: 3. Vertragswerk

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