2. Fußball-Bundesliga
Bielefeld und Bochum steigen auf

Jubel in Bielefeld und Bochum, tiefe Trauer und maßlose Enttäuschung in Mainz. Am 34. und letzten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga schafften am Sonntag nach Hannover 96 auch der DSC Arminia Bielefeld und VfL Bochum nach einem Herzschlagfinale den Aufstieg in die höchste Spielklasse.

dpa - HANNOVER. Auf der "Alm" knallten die Sektkorken. Vor der Tages-Rekordkulisse von 26 600 Zuschauern ließ sich das Team von Trainer Benno Möhlmann gegen den LR Ahlen auf der Ziellinie nicht mehr überraschen. 3:1 wurde der ostwestfälische Nachbarn besiegt - eine der "größten Arminia-Feten" konnte beginnen. "Ein ganz tolles Gefühl, dass wir den Aufstieg geschafft haben. Ich bin überglücklich", freute sich Möhlmann über seinen größten Trainer-Erfolg. Die Bielefelder schafften zum sechsten Mal in ihrer Vereinsgeschichte den Aufstieg. Das ist Rekord im deutschen Profi-Fußball.

Zum fünften Mal kehrt der VfL Bochum in die höchste Spielklasse zurück. Mit dem 3:1 bei Alemannia Aachen fingen die "Unabsteigbaren" den Konkurrenten FSV Mainz 05 noch auf der Ziellinie ab. Die Fans feierten vor allem Trainer Peter Neururer, der im Revier nun als "Peter der Große" gefeiert wird. Er hatte die Hoffnung an den Aufstieg trotz der ungünstigsten Ausgangsposition nie aufgegeben und sah sich bestätigt: "Wer die besten Nerven hat, der ist auch am Ende oben."

Große Resignation herrschte beim FSV Mainz 05. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp konnte beim 1. FC Union Berlin auch den dritten "Matchball" nicht verwerten und verlor 1:3. Dadurch rutschten die Mainzer, die wochenlang der "Dauerbrenner" auf Platz 2 waren, auf den undankbaren 4. Rang zurück. 12 000 FSV-Fans hatten in der Innenstadt der Karnevals-Hochburg vor einer Großbild-Leinwand vergeblich die Daumen gedrückt. Nach dem Aus flossen die Tränen.

Tabellenführer Hannover 96 zerstörte mit dem 5:1 bei der SpVgg Greuther Fürth alle Hoffnungen der Franken. Der Bundesliga-Absteiger schloss die Saison mit den meisten Siegen (22) und den meisten Toren (93) ab. Mit diesem Erfolg stimmten die "Roten Riesen" ihre Fans auf die Aufstiegsfeier am Montag vor dem Rathaus ein, wo sich der Meister in das "Goldene Buch" der Stadt einschreiben wird.

Beim Karlsruher SC atmeten Trainer Stefan Kuntz und die Vereinsführung auf. Das 3:0 über die SpVgg Unterhaching sicherte dem KSC die 2. Liga. Während sich der 1. FC Saarbrücken mit einem 4:3 über den SSV Reutlingen verabschiedete, ließ "Schlusslicht" SV Babelsberg 03 mit einem 1:1 bei Eintracht Frankfurt aufhorchen. Rot-Weiß Oberhausen überraschte mit einem 4:1 auch in Duisburg.

Auch die Absteiger stehen fest: Neben dem SV Babelsberg 03, 1. FC Saarbrücken, FC Schweinfurt 05 muss sportlich die SpVgg Unterhaching absteigen. Allerdings hat bisher der SSV Reutlingen noch keine Lizenz, so dass dem Bundesliga-Absteiger noch Hoffnung auf Klassenerhalt bleibt.

Die Zahl der Roten Karten erhöhte sich durch den Ausschluss von Edwin Bediako (Alemannia Aachen) auf 38. Das waren 5 weniger als in der vergangenen Saison. Elf Vereine wechselten im Laufe dieser Serie ihre Trainer aus. Nur in Duisburg, Hannover, Mainz, Bielefeld, Karlsruhe, Schweinfurt und bei Union Berlin hielt der Vorstand jeweils zu seinen sportlichen Leitern.

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