2-Prozent-Marke rückt ins Visier
Teuerung auf Jahrestief

Die Teuerung in Deutschland ist dank sinkender Preise bei Heizöl und Kraftstoffen weiter auf dem Rückzug. Die jährliche Teuerungsrate fiel im September mit 2,1 % auf den tiefsten Stand seit einem Jahr.

dpa WIESBADEN. Von August auf September blieben die Verbraucherpreise im Durchschnitt stabil. Dies teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit und bestätigte damit seine Schätzung anhand der Daten von sechs Bundesländern. Im Mai hatten die Verbraucherpreise 3,5 % über dem Vorjahresniveau gelegen, im Juli und August immerhin noch um 2,6 %.

Während sich Heizöl und Kraftstoffe im Jahresvergleich um mehr als 8 % verbilligten, zogen dagegen die Preise für Nahrungsmittel kräftig an. Für Fleischwaren mussten Kunden im September 9 % mehr bezahlen als im Vorjahr. Für Schweinefleisch und Geflügel verlangten Händler sogar 14 und 12 % mehr. Auch Obst verteuerte sich um nahezu 12 %.

In Westdeutschland legten die Preise für die Lebenshaltung der Haushalte binnen Jahresfrist um 2 % zu und erreichten damit die Zwei-Prozent-Marke, die die Europäische Zentralbank (EZB) als unkritisch betrachtet. Der starke Anstieg der Teuerung bis zu seinem Spitzenwert im Mai ist damit vorerst gebremst. Volkswirte rechnen im kommenden Jahr sogar mit einem Wert unterhalb der EZB - Toleranzschwelle von 2,0 %.

Die Teuerung im Osten Deutschlands lag allerdings mit 2,8 % deutlich darüber. Dies liegt an der geringeren Bedeutung von Heizöl für die Haushalte in den neuen Bundesländern. Dadurch fällt im Gegenzug der Preistrend bei Nahrungsmitteln stärker ins Gewicht.

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