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20 000 Demonstranten wollen zur IWF-Tagung nach Prag reisen

Zur Herbsttagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Prag wollen 15 000 bis 20 000 Globalisierungsgegner aus aller Welt demonstrieren.

dpa PRAG. "Wir wollen mit Blockaden und Protestmärschen die Tagung so gründlich wie möglich stören, auf etwas anderes reagieren die Banker sowieso nicht", sagte Alice Dvorska vom Koordinationsrat der Globalisierungsgegner in einem dpa-Gespräch am Freitag in Prag.

Die Mehrheit der Demonstranten komme aus den Nachbarländern Tschechiens, aber auch aus Italien, Spanien, Frankreich und den USA würden Gegner der Globalisierung erwartet. Unter dem Motto "Praga- dialogi locus" (Prag, Ort des Dialogs) treffen sich an diesem Dienstag (23. September) rund 300 Vertreter von IWF und Weltbank mit Globalisierungsgegnern.

Dem tschechischen Innenministerium warf die 21-jährige Chemie-Studentin vor, eine "Politik der Panikmache und Hysterisierung" zu betreiben. Mit teils schikanösen Grenzkontrollen würden mutmaßliche Demonstranten an der Einreise nach Tschechien gehindert und fest gehalten, sagte Dvorska. "Klar sind bei solchen Aktionen ein paar Leute dabei, die Randale wollen, aber die gibt es auch bei jedem Fußball-Match."

Die Demonstranten werfen dem IWF und der Weltbank vor, "undemokratische Institutionen" zu sein, "die nicht reformiert werden können, darum müssen sie weg", sagt Dvorska.

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