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20 Nordkoreaner flüchten in Konsulat in Peking

Eine Gruppe von 20 nordkoreanischen Flüchtlingen hat am Freitag Zuflucht im südkoreanischen Konsulat in Peking gesucht. Damit steigt die Zahl der Nordkoreaner in dem Gebäude auf etwa 120, berichtete ein Diplomat in Peking.

dpa PEKING/SEOUL. Eine Gruppe von 20 nordkoreanischen Flüchtlingen hat am Freitag Zuflucht im südkoreanischen Konsulat in Peking gesucht. Damit steigt die Zahl der Nordkoreaner in dem Gebäude auf etwa 120, berichtete ein Diplomat in Peking.

Bei den neuen Flüchtlingen handele es sich um 14 Frauen, sechs Männer und vier Kinder, darunter ein Elfjähriger. "Nach ersten Ermittlungen gehen wir davon aus, dass es alle Nordkoreaner sind", sagte der Diplomat der dpa.

Die Gruppe war nach Angaben der südkoreanischen Agentur Yonhap am frühen Morgen über die Mauer der von der Botschaft getrennt liegenden Visastelle geklettert. Nach kurzem Warten vor geschlossenen Türen hätten Diplomaten entschieden, die Gruppe einzulassen.

Seit drei Jahren haben hunderte Nordkoreaner, die vor Hunger und Unterdrückung geflüchtet sind, über diplomatische Einrichtungen in China ihre Ausreise nach Südkorea erzwungen. China erkennt sie nicht als Flüchtlinge an und schiebt sie bei einer Ergreifung nach Nordkorea ab, wo ihnen Haft und Folter drohen.

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