20 Teilnehmer handelten rund 25 000 Megawattstunden
Terminhandel mit Strom in Frankfurt gestartet

Die European Energy Exchange (EEX) hat am Donnerstag wie geplant den Terminhandel für Strom aufgenommen. 20 Teilnehmer haben am ersten Tag rund 25 000 Megawattstunden Strom gehandelt. Im Terminhandel wird der Strombedarf mit einer Laufzeit von bis zu 18 Monaten gehandelt.

ddp/vwd FRANKFURT. An der EEX in Frankfurt am Main ist am Donnerstag erstmals in Deutschland der Terminhandel mit Strom aufgenommen worden. In den ersten zwei Stunden schlossen nach EEX-Angaben 20 Teilnehmer aus drei Ländern Kontrakte mit einem Gegenwert von rund 25 000 Megawattstunden über das Eurex-System. Damit wurden über den Terminmarkt der Strombörse so viel umgesetzt wie während eines durchschnittlichen Handelstages am EEX-Spotmarkt. Dieser war im August vergangenen Jahres gestartet worden.

Am EEX-Terminmarkt können die Teilnehmer Futures auf Grundlast und Spitzenlast mit einer Laufzeit von einem bis zu 18 Monaten handeln. Der Energiekonzern EnBW und das Schweizer Unternehmen deriwatt waren nach eigenen Angaben die ersten Unternehmen, die Grundlast-Futures handelten, RWE Trading und die Berliner Bewag die ersten bei Spitzenlast-Futures. Eon Trading, Hamburgische Electricitäts-Werke (HEW) und RWE Trading sind als so genannte Designated Market Maker am EEX-Terminmarkt aktiv. Diese stellen für mindestens 50 % der Handelszeit verbindliche Orders in das System ein und erhöhen so die Liquidität beim Handel.

Im Sommer zieht die Leipziger Strömbörse nach

Die deutsche Konkurrenz-Strombörse von EEX, die Leipzig Power Exchange (LPX), will im Sommer ebenfalls mit dem Terminhandel starten. Die LPX war Mitte Juni als erste deutsche Strombörse mit dem Spothandel gestartet. Dabei werden Kontrakte nach dem Prinzip "Heute handeln, morgen liefern" geschlossen. Beim Terminhandel mit Futures geht es um den Kauf und Verkauf zu bestimmten Fälligkeitsterminen.

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