200 Beschäftigte verlieren ihren Job
Letzter Arbeitstag bei Cargolifter

Der insolvente Luftschiffbauer Cargolifter setzt 200 seiner verbliebenen 230 Mitarbeiter auf die Straße. Die Beschäftigten hätten am Montag ihren letzten Arbeitstag gehabt, sagte Unternehmenssprecherin Silke Rösser in Brand (Brandenburg). Nur 30 Menschen würden weiter beschäftigt.

ddp BRAND. Darüber hätten der Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning, die Geschäftsführung und der Betriebsrat die Belegschaft am Nachmittag auf einer Mitarbeiterversammlung informiert. Mönning hatte zuvor am Wochenende das Aus der Firma bekannt gegeben und dies damit begründet, dass das Bundeswirtschaftsministerium seine Unterstützung verweigert hatte.

Rösser betonte, das Besucherzentrum für Touristen bleibe geöffnet. Auch sollten weiterhin Rundflüge angeboten werden. Die verbleibenden Mitarbeiter würden darüber hinaus benötigt, um die Werkhalle winterfest zu machen und das Gelände zu sichern.

Trotz des Endes der Cargolifter AG will offenbar ein inländischer Investor die Technologie weiterführen. Das Unternehmen sei bereit, 77 Millionen Euro dafür aufzubringen, sagte der Vorsitzende der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewald (WFG), Udo Effert. Der Name des branchenfremden Unternehmens solle Ende der Woche bekannt gegeben werden. Rösser bezeichnete Berichte über den angeblichen Investor als "bekanntes Gerücht". Das Unternehmen und auch Insolvenzverwalter Mönning würden den Namen des Investors jedoch nicht kennen. Auch im Potsdamer Wirtschaftsministerium sind bislang keine konkreten Informationen über den möglichen Investor angelangt. "Wir sind noch nicht informiert worden", sagte ein Sprecher.

Nach Angaben von Effert gibt es zwischen der WFG und mehreren Interessenten für Cargolifter bereits seit einiger Zeit Gespräche. Dies habe die Gesellschaft auch dem Insolvenzverwalter mitgeteilt. Derzeit werde ein Konzept erarbeitet, die privaten Initiativen mit dem von der WFG geplanten Kompetenzzentrum für die Luft- und Raumfahrt auf dem Cargolifter-Gelände im südbrandenburgischen Brand zu kombinieren.

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