200 britische Soldaten, 90 Kämpfer aus der Türkei
Wie andere Staaten die USA unterstützen

Am Mittwoch entscheidet das Bundeskabinett über den Afghanistan-Einsatz von 3900 Bundeswehrsoldaten an der Seite der USA und Großbritanniens. Damit stellt Deutschland eines der großen Kontingente der am Afghanistan-Krieg beteiligten Staaten.

afp BERLIN. Wir listen im Folgenden auf, was andere Hauptbeteiligte bisher an militärischer Unterstützung für die Operation "Dauerhafte Freiheit" angeboten haben:

AUSTRALIEN: Nach Angaben von Regierungschef John Howard beteiligt sich Australien mit 1150 Soldaten, unter ihnen auch 150 Mann einer Spezialeinheit für den Bodenkampf. Howard sagte außerdem die Entsendung von Kampfjets, Aufklärungs- und Tankflugzeugen sowie von Kriegsschiffen zu.

GROSSBRITANNIEN: Die britische Regierung hat 200 Elitesoldaten der Königlichen Infanterie zum Bodeneinsatz in Afghanistan bereitgestellt. 400 weitere Kämpfer stehen außerdem in höchster Alarmbereitschaft in Großbritannien bereit, hieß es in London. Am Golf seien insgesamt 4200 britische Soldaten stationiert. Großbritannien werde sich zudem stärker an den Luftangriffen auf Afghanistan beteiligen. London hatte die USA bislang vor allem logistisch unterstützt.

FRANKREICH: Die Regierung in Paris beteiligt sich unter anderem mit Beobachtungsflugzeugen an dem Militäreinsatz.

ITALIEN: Dort stimmt das Parlament ebenfalls am Mittwoch über die Beteiligung italienischer Soldaten ab. Die USA hatten am Wochenende ein Angebot Italiens angenommen: Rom will etwa tausend Soldaten zur Verfügung stellen. Außerdem bot die Regierung ein Dutzend Flugzeuge sowie Schiffe an.

JAPAN: Die japanische Regierung will einem Zeitungsbericht zufolge bis Donnerstag ein erstes Vorauskommando in den Indischen Ozean schicken. Dem Kommando aus 700 so genannten Selbstverteidigungskräften, zwei Zerstörern und einem Versorgungsschiff sollen bis Ende November weitere zwei oder drei Zerstörer und mindestens 300 zusätzliche Soldaten folgen, hieß es unter Berufung auf Regierungsvertreter. Die Schiffe sollen demnach die US-Stützpunkte im Indischen Ozean mit Nachschub versorgen.

KANADA: Die kanadische Regierung hat sechs Kriegsschiffe, sechs Transport- und Überwachungsflugzeuge und insgesamt rund 2000 Soldaten zugesagt.

TSCHECHIEN: Die tschechische Armee wird sich nach Angaben des Verteidigungsministeriums mit 300 Soldaten an den US-geführten Anti-Terror-Operationen beteiligen. Die Einheit werde aus einer auf den Schutz vor chemischen Angriffen spezialisierten Kompanie hervorgehen, hieß es in Prag.

TÜRKEI: Die Türkei schickt zur Unterstützung des US-Militäreinsatzes 90 Elitesoldaten nach Afghanistan. Wann die türkischen Eliteeinheiten nach Afghanistan aufbrechen, teilte die Regierung in Ankara zunächst nicht mit. Die Türkei ist das einzige moslemische NATO-Mitgliedsland und ein wichtiger Verbündeter der USA.

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