200 Millionen Dollar benötigt
US-Bahngesellschaft Amtrak droht der Bankrott

Wegen eines drohenden Bankrotts der amerikanischen Eisenbahngesellschaft Amtrak hat Transportminister Norman Mineta für Montag in Washington eine Krisensitzung einberufen.

dpa WASHINGTON. Die angeschlagene Gesellschaft verlangt eine Finanzspritze von 200 Millionen Dollar. Andernfalls könnten die ersten Züge bereits in dieser Woche in den Depots festsitzen, sagte der neue Amtrak-Präsident David Gunn. Der Bankrott sei nur noch eine Frage der Zeit.

Die Bahngesellschaft hat in ihrer 31-jährigen Geschichte noch nie schwarze Zahlen geschrieben. Im vergangenen Jahr betrug der Verlust rund 1,2 Milliarden Dollar.

Amtrak bedient unter anderem mehrere Überlandrouten. An der Ostküste nutzten hunderttausende die Pendlerzüge zur Arbeit. "Amtrak muss der Realität ins Auge sehen: es müssen schwierige Entscheidungen getroffen werden und das Management muss umgekrempelt werden, damit das Unternehmen überleben kann", sagte Mineta im Vorfeld.

Das Parlament hatte Amtrak 1997 die Auflage gemacht, innerhalb von fünf Jahren auf eigenen Füßen zu stehen. Die Bahngesellschaft startete ein rigoroses Sparprogramm und beschränkte Investitionen zur Unterhaltung des Streckennetzes auf ein Minimum. Zahlreiche Reparaturen lassen sich jedoch nicht mehr aufschieben.

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