200 Pakete werden pro Tag verkauft
Ossiversand zählt binnen eines Jahres 25 000 Kunden

Der Ossiversand für Produkte aus den neuen Bundesländern befindet sich ein Jahr nach dem Start als Aktiengesellschaft im Aufwind. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate habe das Unternehmen seine Kundenzahl verfünffacht, sagte Vorstand Gerhard Franz am Mittwoch in Landsberg bei Halle. Zur Zeit nähmen knapp 25 000 Annehmer die Dienste des Unternehmens in Anspruch nehmen. Der Versand bietet über Katalog und per Internet so genannte Ostprodukte an.

ddp.vwd LANDSBERG. Ein Viertel der Interessenten an Erzeugnissen der Ossi-Versand.de AG kommen den Angaben zufolge dabei aus den neuen Bundesländern, drei Viertel aus Westdeutschland. In den vergangenen zehn Jahren seien 2,5 Millionen Ostdeutsche in den Westen gezogen, sagte Franz. In ihnen sehe er eine «interessante Zielgruppe». Die ersten Bestellungen fielen insgesamt "relativ klein" aus. Die Kunden, deren Durchschnittsalter bei 47 Jahren liegt, würden dann meist alle zwei bis drei Monate für rund 130 bis 150 Mark Waren bestellen, sagte der Vorstandschef.

Inzwischen stehen rund 1.250 Erzeugnisse von 130 Lieferanten zur Wahl. Knapp zwei Drittel der Bestellungen gingen über das Internet ein, sagte der 39-jährige gebürtige Münchner. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen, das zehn Mitarbeiter beschäftigt und bislang 400.000 Mark investiert hat, mit einem Umsatz von einer Million Mark. Franz geht von einem "ausgeglichen Ergebnis" aus. Einen "Umsatzsprung" um das Vierfache habe der Ossiversand mit der Einführung seines ersten Katalogs im Sommer dieses Jahres erlebt. Gegenwärtig wir der erste Weihnachtskatalog mit 250 Neuheiten vorbereitet. Schwerpunkte bilden Bücher, CDs und Videos sowie Spielzeug, Lauschaer Glas, Plauener Spitzen und Bürgel-Keramik.

Im Beisein von Sachsen-Anhalts Wirtschaftsstaatsekretär Manfred Maas wurde am Mittwoch zugleich ein neues Versandlager des Unternehmens in Betrieb genommen. Der Ossiversand bringe Hersteller und Kunden zusammen und helfe so, die ostdeutschen Erzeugnisse bekannter zu machen und den Umsatz dieser Betriebe zu steigern, hob Maas dabei hervor. Das Unternehmen kann täglich 400 Pakete versenden. Derzeit verlassen rund 200 pro Tag den Betrieb.

Im Sommer 1999 hatten zwei Hallenser mit dem Versand von Ostprodukten per Internet begonnen. Nach finanziellen Schwierigkeiten meldeten sie ein Jahr später Konkurs an. Im Oktober 2000 ging der Versandhandel als Aktiengesellschaft mit fünf Aktionären und einem Stammkapital von 100.000 Euro wieder an den Markt.

Im Internet: www.ossiversand.de

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