200 Stellen gestrichen
Bahlsen verlegt Produktion nach Polen

Der Kekshersteller Bahlsen verlegt einen Teil seiner Produktion aus Kostengründen nach Polen und baut in Deutschland rund 200 Stellen ab.

Reuters HANNOVER. Betroffen seien von den Sparmaßnahmen die Werke in Barsingshausen (bei Hannover) und Oldenburg sowie einige Stellen in der Konzernzentrale in Hannover, teilte Bahlsen am Mittwoch mit. Im bereits bestehenden polnischen Werk in Skawina sollen im Gegenzug 180 neue Arbeitsplätze entstehen. Damit wächst bis 2004 bei Bahlsen der Anteil der außerhalb Deutschlands Beschäftigten auf 30 Prozent.

Derzeit arbeiten von den 3900 europaweit Beschäftigten 2900 im Inland. Die Maßnahmen sollen in mehreren Schritten erfolgen. Bis Ende 2003 solle das aufwändige Zusammenstellen von Keksmischungen in Handarbeit aus dem Werk Barsinghausen nach Polen verlagert werden, sagte eine Bahlsen-Sprecherin. Das mit 68 Beschäftigten vergleichsweise kleine Kuchen-Werk in Oldenburg werde bis Ende 2004 komplett geschlossen. Knapp die Hälfte der dort Beschäftigten könne im nahe gelegenen Werk in Varel unterkommen.

Durch die Maßnahmen soll das Ergebnis von Bahlsen verbessert werden. Bahlsen-Chef Werner M. Bahlsen hatte bereits im Sommer anlässlich der Präsentation der Bilanz für 2001 eine eingehende Prüfung aller Unternehmensbereiche angekündigt.

Angesichts der Konsumflaute erwartet Bahlsen in diesem Jahr nach den Worten einer Sprecherin allenfalls einen Umsatz auf Vorjahresniveau. Zum Ergebnis wollte sie sich nicht äußern. 2001 hatte Bahlsen den Umsatz um 2,8 Prozent auf 547 Millionen Euro gesteigert und einen ebenfalls leicht gestiegenen Gewinn von 6,9 Millionen Euro ausgewiesen.

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