2000 deutlich über dem Wachstum der Konkurrenz
Lufthansa meldet Rekorde bei Passagieren und Auslastung

Die Lufthansa hat im Jahr 2000 mit Rekordwachstumszahlen die europäische Konkurrenz eigenen Angaben zufolge deutlich hinter sich gelassen.

ap BERLIN. Der Vertriebsvorstand des Konzerns, Thierry Antinori, gab am Sonntag auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin die Zahl der im vergangenen Jahr beförderten Passagiere mit 47 Mill. und die Auslastung mit 74,4 % an. Das entspricht einem Plus an Fluggästen von 7,4 % und bei dem Sitzladefaktor um 1,8 %punkte.

Zum Betriebsergebnis sagte Antinori nur, es sei ebenfalls "deutlich höher" als 1999. Es soll Mitte des Monats bekannt gegeben werden. Auch im Januar dieses Jahres hat die Lufthansa ihren Höhenflug fortgesetzt: das Passagieraufkommen sei im Vergleich zum Vorjahresmonat um 11,9 % auf 3,4 Mill. gestiegen und die Auslastung in dem traditionell schwachen Monat auf 67,3 oder 2,7 %punkte. Die europäische Branche sei im vergangenen Jahr ihre Kapazität um 4,2 % erhöht, die Lufthansa um 6,4 %, sagte Antinori. Bei der verkauften Kapazität stehe die deutsche Airline mit 9,1 % ebenfalls deutlich besser da als der Durchschnitt der europäischen Gesellschaften mit 7,5 %.

"Lebenslange Meilen" nicht ausgeschlossen

Die beiden herausragendsten Neuerungen im Flugplan in diesem Jahr sind die Verbindung Berlin - Washington, die Ende März täglich geflogen werden soll, und drei wöchentliche Flüge ab Sommer von Frankfurt ins indische Computertechnologiezentrum Bangalore. Damit will sich der Fluglinienverbund Star Alliance, dem die Lufthansa angehört, als High-Tech-Carrier profilieren. Antinori zufolge fliegt bisher keine andere Allianz in diese Stadt. Der Vertriebschef räumte ein, dass die Nachfrage nach der Verbindung zwischen der deutschen und der amerikanischen Hauptstadt noch zu wünschen übrig lasse, äußerte sich aber zuversichtlich, dass sie anziehe. "2002 wollen wir damit Geld gewinnen", sagte er.

Antinori schloss eine Änderung in der Rabattpolitik des Unternehmens nicht aus. Nachdem andere Gesellschaften ihre Meilengutschriften nicht mehr zeitlich begrenzen, denke auch die Lufthansa darüber nach, die Bestimmung aufzugeben, mit der heute außer bei sehr guten Kunden nach einigen Jahren die gut geschriebenen Meilen verfallen. Lufthansa-Sprecherin Sandra Kraft ergänzte, dass nach dem für Sommer bevorstehenden Fall des Rabattgesetzes in Deutschland die "Miles-and-More"-Praxis der Lufthansa geändert werde.



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