2001 operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau erhofft
Lufthansa trotz Gewinneinbruch zuversichtlich

Die Deutsche Lufhansa hat sich angesichts der weltweiten Konjunkturabkühlung und des Tarifstreits mit ihren Piloten über die weitere Geschäftsentwicklung 2001 verhalten geäußert. Trotz des dramatischen Gewinnsturzes im ersten Quartal rechnet das Unternehmen jedoch für das Gesamtjahr mit einem operativen Ergebnis auf Vorjahresniveau.

dpa-afx/rtr FRANKFURT. Angesichts der Wirtschaftsschwäche in den USA und deren Auswirkungen auf Deutschland und Europa werde dieses Ergebnisziel allerdings "immer ambitionierter". Die Lufthansa sei jedoch zuversichtlich, auch in diesem Jahr ihre Spitzenposition in der Branche zu behaupten, und eine positiven Wertbeitrag zu erwirtschaften, hieß es weiter.

Am Vorabend hatte das Unternehmen für das erste Quartal einen Einbruch um 95 % auf fünf Mill. Euro im operativen Geschäft bekannt gegeben.

Wie das Unternehmen auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt mitteilte, stünde diese Prognose unter dem Vorbehalt einer "vernünftigen Einigung mit dem Tarifpartner". Eine verlässliche Gewinnprognose sei für dieses Jahr nicht möglich. Als weitere Unsicherheitsfaktoren gelten die Intensität und die Dauer der Wirtschaftsschwäche in den USA und deren Konsequenzen für Deutschland und Europa.

Für das Jahr 2000 schlug der Vorstand eine Dividende in Höhe von 0,60 Euro vor, verglichen mit 0,56 Euro im Jahr 1999. Für das vergangene Geschäftsjahr gab Lufthansa darüber hinaus endgültige Zahlen bekannt. Der Gewinn je Aktie stieg auf 1,81 Euro nach 1,65 Euro in Jahr 1999.

Zusätzliche Treibstoffaufwendungen belasten Quartal

Das operative Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit lag im Jahr 2000 bei 1,21 Mrd. Euro, verglichen mit einer vorläufigen Schätzung in Höhe von 1,0 Mrd. Euro. Auch der Vorsteuergewinn fiel höher aus, als bisher angenommen. Mit 1,54 Mrd. Euro lag das EBIT deutlich höher als die geschätzten 1,2 Mrd. Euro.

Zusätzliche Treibstoffaufwendungen wegen des höheren Preisniveaus und des gestiegenen US-Dollar-Kurses haben das Ergebnis im ersten Quartal mit 121 Mill. Euro belastet. Wie das Unternehmen weiter berichtete, standen darüber hinaus den umfangreichen Vorarbeiten für die Internet- und Effizienzsteigerungsprojekte naturgemäß noch keine signifikanten Zusatzerlöse oder Einsparungen gegenüber.

Sparprogramm gestartet

Mit einem auf drei Jahre angelegtem Sparprogramm will Lufthansa wieder Wind unter die Flügel bekommen. Indem alle Geschäftsfelder effizienter gestaltet werden, sollen im nächsten Jahr erstmals Einsparungen, ab 2003 ein Cash-Flow-Beitrag von 1 Mrd. Euro erzielt werden.

Weber kündigte auf der Pressekonferenz an, er schließe eine Beteiligung an der Scandinavian Airlines System-Tochter Spanair nicht aus. Allerdings stehe Spanair nicht weit oben auf der Prioritätsliste.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%