2001 sollen eine Million Fahrzeuge verkauft werden
BMW nimmt Absatzmarkt Asien ins Visier

Der Münchener Automobilkonzern BMW will sich nach seinen kräftigen Zuwächsen vor allem in Europa und Nordamerika nun stärker Asien als lukrativem Absatzmarkt zuwenden.

Reuters GENF. "Heute verkaufen wir etwa 60 000 Fahrzeuge in Asien und wir sehen hier noch sehr viel Wachstumspotenzial", sagte der designierte BMW-Chef Helmut Panke im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag in Genf.

>>>Bildergalerie

Panke zeigte sich nach dem kräftigen Absatzwachstum des BMW-Konzerns im vergangenen Geschäftsjahr auch für die Zukunft optimistisch, ohne jedoch eine konkrete Prognose abgeben zu wollen. "Wir gehen davon aus, dass das positive Wachstum 2001 auch 2002 fortgesetzt wird", sagte der noch amtierende Finanzchef, der im Mai den Posten des Vorstandsvorsitzenden übernehmen wird. "Das Geschäft 2002 wird die positive Entwicklung der Aktie weiter stützen", fügte Panke mit Blick auf die überdurchschnittliche Kursentwicklung der BMW-Aktie in den vergangenen Wochen hinzu.

Der scheidende BMW-Chef Joachim Milberg hatte am Montagabend anlässlich des bevorstehenden Automobilsalons in Genf verkündet, dass der Münchener Autobauer in diesem Jahr erstmals mehr als eine Million Fahrzeuge verkaufen wolle. Im Januar und Februar dieses Jahres setzte der Konzern bereits 17 % mehr Automobile der Marken BMW und Mini ab als in den ersten beiden Monaten 2001. Im vergangenen Jahr hatte BMW den Autoabsatz um zehn Prozent auf 905 600 Einheiten und den Gruppenumsatz um sieben Prozent auf fast 38 Mrd. Euro gesteigert.

Mit Blick auf die Auswirkungen des Absatz- und Umsatzanstiegs auf den Konzerngewinn sagte Finanzchef Panke am Dienstag im Reuters-Gespräch: "Bis jetzt haben wir es immer geschafft, Absatzwachstum auch auf andere Ergebnisse umzusetzen". Gut angelaufen sei indes der Verkauf des neuen Modells der 7er-Flaggschiff-Baureihe, deren Absatzzahlen in den ersten vier Monaten über den vergleichbaren Werten des Vorgängermodells gelegen haben, wie Panke sagte. BMW will im ersten Jahr der Markteinführung mehr als 48 000 Stück des neuen 7ers verkaufen, den das Unternehmen auf der Autoschau in Genf als verlängerte Variante präsentierte.

BMW präsentierte in Genf zudem eine Studie zur der ab 2004 geplanten 1er Serie, der dann kleinsten Fahrzeugvariante des Münchener Autobauers. Der Wagen werde seinen Beitrag zum profitablen Konzernwachstum leisten, sagte Panke. Eine klare Absage erteilte der künftige BMW-Chef indes dem seit Wochen tobenden Preiskampf in der Autobranche: "Wir haben nicht auf die Incentives in den USA reagiert und wollen das auch nicht.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%