2001 war ein schwieriges Jahr
CDU setzt den Aufwärtstrend fort

Der Union geht es bundesweit wieder besser. Seit vergangenem Jahr profitiert sie durch ihre bundespolitische Oppositionsrolle und konnte jetzt auch die Landtagswahl in Bayern deutlich für sich entscheiden.

HB DÜSSELDORF. Nur in Bremen scheiterte die CDU zuletzt am SPD-Bürgermeister Henning Scherf. Bei der Bundestagswahl im September vergangenen Jahres verfehlte die Union zwar ihr Ziel, die rot-grüne Bundesregierung abzulösen, zog aber beim Stimmenergebnis mit 38,5 Prozent mit der SPD gleich. Dazu trugen damals auch deutliche Zuwächse in Bayern (plus 10,9 Prozentpunkte) bei. Bei der Landtagswahl in Mecklenburg- Vorpommern am selben Tag legte die CDU ebenfalls zu, konnte die regierende SPD aber bei weitem nicht einholen. Zuvor hatte die CDU im März die Sozialdemokraten in Sachsen-Anhalt aus der Regierung verdrängt.

Der Aufwärtstrend für die Union setzte sich in diesem Jahr zunächst fort. In Niedersachsen und Hessen legte sie im Februar 2003 bei Landtagswahlen und im März in Schleswig-Holstein bei der Kommunalwahl zum Teil sensationell zu. In Niedersachsen löste eine CDU/FDP-Koalition die vorerst letzte SPD-Alleinregierung ab. In Hessen wurde die CDU so stark, dass sie auf den Koalitionspartner FDP verzichten konnte. In Bremen dagegen mussten die Christdemokraten zuletzt 7,2 Punkte Verlust hinnehmen - unter anderem wegen der starken Popularität des SPD-Spitzenkandidaten Henning Scherf. Bundessweit liegen CDU und CSU in der Wählergunst in jüngsten Umfragen mit etwa 45 Prozent klar vorn.

Als die Bundes-CDU nach dem Machtverlust 1998 im Bund zur Jahreswende 1999/2000 wegen der Spendenaffäre in die bislang schwerste Krise ihrer Geschichte geriet, entzogen die Wähler der Partei in den Ländern das Vertrauen. In Schleswig-Holstein verpasste die CDU im Februar 2000 den sicher geglaubten Wahlsieg. Drei Monate später trogen auch Hoffnungen auf einen Wechsel in Nordrhein- Westfalen, obwohl dort die regierende SPD wegen einer eigenen Affäre schlimmere Verluste hatte. Im Land Berlin stürzte die CDU im Oktober 2001 gar von 40,8 auf 23,8 Prozent und blieb - wie seit dem Bruch der großen Koalition - in der Opposition. Deutliche Zuwächse für die CDU gab es im Jahr 2001 lediglich in Baden-Württemberg.

Seit der Niedersachsen-Wahl stellen CDU und CSU neun der 16 Ministerpräsidenten. In zwei weiteren Ländern regiert die CDU mit. In Bremen und Brandenburg ist sie Juniorpartner in großen Koalitionen.

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